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Macrons umstrittene Rentenreform ist durch: Jetzt rebelliert die französische Jugend

Nach zwei erfolglosen Misstrauensvoten am Montag gegen die französische Regierung kam es in Paris und anderen Städten in wie Lyon, Nantes, Rennes oder Straßburg erneut zu spontanen Demonstrationen, Protesten und zum Teil zu Ausschreitungen.

Vor allem junge Menschen zieht es auf die Straße. Laut Studentengewerkschaft L'Alternative sind rund 50 Universitäten und Hochschulen mobilisiert und zum Teil besetzt. Auch vor Gymnasien, an denen derzeit die ersten Abiturprüfungen stattfinden, kam es zu Protestaktionen.

"Man hat uns betrogen"

Auslöser ist die höchst umstrittene Rentenreform, die von Premierministerin Borne mithilfe eines Sonderartikels der Verfassung ohne Abstimmung durch die Nationalversammlung gedrückt wurde.

"Viele Leute denken, dass uns dieses Thema nicht betrifft, aber das tut es!", erklärt Shola die in Paris Politikwissenschaften studiert. "Wenn unsere Großeltern jetzt länger arbeiten müssen, wissen wir, dass es für uns noch schlechter wird. Denn das ist im Grunde der Weg, den die Politik, dem Kapitalismus entsprechend, in den letzten 20 Jahren mit einer immer liberaleren Politik eingeschlagen hat. Wir hingegen finden, dass vor allem der Mensch zählt."

Marie, eine andere Studentin, betont: "Man hat uns betrogen. Wir sehen keine Zukunft. Und das bisschen Zukunft mit den sozialen Rechten, die wir vorher hatten, wird uns jetzt weggenommen. Das ist der Grund, warum wir hier sind."

Soziologiestudent Edgar setzt auf die Radikalisierung der Bewegung. "Die Radikalität dieser Bewegung wird Macron zum Einknicken bringen. Macron hat eine Bresche geschlagen, die sich nicht mehr schließen wird."

Donnerstag ist ein weiterer großer Streik- und Protesttag

Allein in Paris wurden nach Aussschreitungen mehr als 140 Menschen verhaftet. So schnell wird der Widerstand nicht wieder abebben. Für Donnerstag ist ein weiterer großer Streik- und Protesttag geplant.

Die Gewerkschaften riefen am Montagabend dazu auf, die Mobilisierung zu verstärken, und zwar so lange, bis die Reform zurückgenommen werde, hieß es in einem Aufruf der Gewerkschaft CGT.

Die Opposition will das Vorgehen der Regierung vom Verfassungsrat überprüfen lassen - die Linken planen zudem, die Reform durch ein Referendum zu verhindern.

Präsident Emmanuel Macron wird sich am Mittwoch um 13 Uhr in einem gemeinsamen Interview der Fernsehsender TF1 und France 2 an die Französinnen und Franzosen wenden.