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Ihr macht regelmäßig Naps? Dann könntet ihr ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck oder einen Schlaganfall haben

Ein Nickerchen am Tag ist nicht unbedingt ungesund, aber könnte ein Zeichen für unterliegende gesundheitliche Probleme sein. - Copyright: getty images
Ein Nickerchen am Tag ist nicht unbedingt ungesund, aber könnte ein Zeichen für unterliegende gesundheitliche Probleme sein. - Copyright: getty images

Häufiges Schlummern während des Tages wird mit einem höheren Risiko für Bluthochdruck und Schlaganfälle in Verbindung gebracht. Das hat eine neue Studie ergeben, die am 25. Juli in der Fachzeitschrift „Hypertension“ veröffentlicht wurde.

Das Forschungsteam der Central South University in China untersuchte im Rahmen der Studie über elf Jahre die Daten von rund 360.000 Erwachsenen aus Großbritannien. Ziel war es, die Schlafgewohnheiten mit dem Blutdruck und dem Schlaganfallrisiko zu vergleichen. Der Befund: Teilnehmer, die tagsüber regelmäßig schlummerten, zeigten ein um zwölf Prozentpunkte höheres Bluthochdruckrisiko und ein um 24 Prozentpunkte höheres Schlaganfallrisiko als ihre Altersgenossen, die keine Naps machen.

Die Daten deuten auch darauf hin, dass sich das Risiko erhöht, wenn die Teilnehmer, die nie ein Nickerchen machten, dies gelegentlich taten oder wenn sie von einem gelegentlichen zu einem häufigen Nickerchen übergingen.

Die Naps sind wahrscheinlich nur Symptom einer anderen Ursache

Aber: Das Nickerchen an sich ist möglicherweise nicht das Kernproblem. Vielmehr könnte die Müdigkeit während des Tages auf Probleme mit der allgemeinen Schlafqualität hinweisen, so Michael A. Grandner, Schlafforscher und Co-Autor der jüngsten Richtlinien der American Heart Association zum Thema Schlaf. An der Studie selbst war er nicht beteiligt.

„Ein Nickerchen an sich ist zwar nicht schädlich, aber viele Menschen, die ein Nickerchen machen, tun dies aufgrund von unzureichendem Schlaf in der Nacht. Schlechter Schlaf in der Nacht wird mit einer schlechteren Gesundheit in Verbindung gebracht, und ein Nickerchen reicht nicht aus, um dies auszugleichen“, so Grandner in einer Pressemitteilung.

Regelmäßige „Napper“ berichten häufiger von Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit und bezeichnen sich selbst öfter als „Nachtmenschen“ als Leute, die tagsüber nicht schlafen, heißt es in der Studie. Außerdem trinken sie häufiger Alkohol, rauchen Zigaretten und haben ein niedrigeres Bildungs- und Einkommensniveau als Menschen, die seltener oder gar nicht nappen.

Allerdings sollten die Ergebnisse mit einem gewissen Vorbehalt betrachtet werden. Demnach hatte das Forschungsteam keine Informationen über die Länge der Nickerchen und ob dies auch ein Faktor sein könnte. Außerdem gaben die Teilnehmenden ihre Naps selbst an, sodass die Forscher keine objektiven Daten über die Häufigkeit oder Qualität der Nickerchen hatten.

So viel solltet ihr pro Nacht schlafen

Ob ihr nun ein Nickerchen macht oder nicht – um euer Herz gesund und munter zu halten, ist ausreichend Schlaf in der Nacht unabdingbar, so die im Juni aktualisierten Richtlinien der American Heart Association. Schlafmangel geht laut mehreren Studien nämlich häufig mit einem hohem Cholesterinspiegel und Bluthochdruck einher. Ausreichend Schlaf in der Nacht kann dagegen das Immunsystem gesund und auf Trab halten, die mentale Gesundheit und die Konzentration fördern sowie die körperliche Fitness verbessern. Sogar ein gesundes Körpergewicht soll so besser gehalten oder erreicht werden, ergab eine aktuelle Studie.

Aber wie viel Schlaf ist genug? Neurowissenschaftlern zufolge sollten die meisten Erwachsenen sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen. Für einen besseren Schlaf solltet ihr außerdem regelmäßig Sport treiben, tagsüber in der Sonne Vitamin D auftanken und weitgehend auf Koffein verzichten, so ein Schlafforscher zu Business Insider.

Dieser Artikel wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.