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Maas mahnt für Urlaubszeit zur Vorsicht

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat mit Blick auf die kommende Urlaubssaison zur Vorsicht gemahnt. "Es darf nicht passieren, dass Menschen in einen Urlaubs-Hotspot fahren, der auch ein Infektions-Hotspot ist, und wieder zurückkommen und das Virus wieder einschleppen", sagte er am Donnerstag der "Bild"-Zeitung. Dies müsse unterbunden werden.

Gleichwohl sieht Maas auch Grund zum Optimismus: "Es gibt Chancen für Sommerurlaub - aber der wird anders sein." So hoffe er, dass im August keine Reisewarnungen mehr ausgesprochen werden müssten. "Möglicherweise wird das aber sehr unterschiedlich sein", abhängig vom Infektionsgeschehen in den einzelnen Ländern. Darüber gebe es derzeit Gespräche auf europäischer Ebene.

Es werde in diesem Sommer keine vollen Strände geben können, stellte Maas zudem klar. Möglicherweise würden auch Hotelkapazitäten nicht zu hundert Prozent ausgeschöpft werden. "Es wird Beschränkungen geben, Abstandsgebote, Hygienevorschriften, die eingehalten werden müssen", sagte der Außenminister, also Maßnahmen, "die man aus einem ganz normalen, herkömmlichen, unbeschwerten Urlaub so nicht kennt".

Derzeit gilt wegen der Corona-Pandemie eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Diese war am Mittwoch bis mindestens 14. Juni verlängert worden. Sie umfasst also auch die Pfingstferien, bisher aber noch nicht die Sommerferien, die in einigen Bundesländern Ende Juni beginnen.