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Maas fordert koordiniertes Vorgehen in EU bei Reiseverkehr

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) pocht bei der Wiederaufnahme des grenzüberschreitenden Reiseverkehrs auf ein koordiniertes Vorgehen in der EU. "Wir müssen nicht alle im selben Takt vorangehen, aber eben auch nicht im Wettlauf - und so, dass wir einander nicht auf die Füße treten", erklärte Maas am Mittwoch in Berlin. Er kündigte dazu für die nächsten Tage einen internationalen "Nachbarschaftsdialog" an.

Mit Blick auf die derzeit noch bis zum 14. Juni geltende weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amts erklärte Maas: "Für Europa wird es sicher früher möglich sein, die Reisewarnung aufzuheben als für andere Reiseziele ? vorausgesetzt, dass sich der jetzige positive Trend in vielen Ländern verstetigt."

Er mahnte allerdings auch weiter zur Vorsicht: Reisefreiheit gehöre zwar "zum Fundament des europäischen Projekts, doch es gehe auch um "die Freiheit, sicher zu reisen".

Maas verwies auf die Empfehlungen zur Wiederaufnahme des grenzüberschreitenden Tourismus und ein Ende der Grenzkontrollen, die von der EU-Kommission für diesen Mittwoch angekündigt wurden. Diese Leitlinien seien dann "eine wichtige Grundlage, um die Gespräche mit den europäischen Partnern zu strukturieren und Kriterien und Fahrpläne für die nächsten Schritte zu verabreden". Es werde dabei auch um Quarantäneregeln gehen und darum, wie Menschen "nicht nur verreisen, sondern auch sicher wieder nach Hause kommen können".

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gab unterdessen bekannt, dass die Grenzkontrollen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz zunächst gelockert und ab dem 15. Juni beendet werden sollen.