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Was Müllers Forderung für die Bosse bedeutet

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 3 Min.

Mit Sicherheit wird diese Aussage die Chefetage an der Säbener Straße erreichen.

"Jérôme ist schon lange an meiner Seite und es schadet nichts, wenn er ein bisschen länger auf mich aufpasst”, sagte Thomas Müller am Sonntagabend bei Sky zu einer möglichen Vertragsverlängerung von Jérôme Boateng. Der Ur-Bayer nach dem 4:0 auf Schalke weiter: "Er hat noch einen Vertrag bis zum Sommer. Mit einer Unterschrift unter das richtige Papier wäre das ja getan für die Zukunft." (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Müller kämpft für Boateng!

Wenige Tage zuvor hatte sich auch Trainer Hansi Flick für den 32 Jahre alten Innenverteidiger ins Zeug gelegt. "Wir werden uns nochmal zusammensetzen und das Ganze analysieren und schauen, was der Weg für die Zukunft und die Strategie sein kann. Er ist ein Spieler, der uns immer guttun kann", sagte der Triple-Trainer.

Boateng-Kumpel Müller (zusammen holten sie zweimal das Triple und wurden 2014 Weltmeister) drückt dem Vertrags-Poker nun seinen ganz eigenen Stempel auf.

Kovac hatte Bayern-Führungsspieler nicht hinter sich

Man muss wissen: Schaltet sich ein Führungsspieler wie Müller derart ein, hören die Verantwortlichen des FC Bayern genau hin. Joshua Kimmich und Robert Lewandowski forderten 2019 vehement Neuzugänge, die Bosse reagierten. Auch bei den Vertragsverlängerungen von Neuer und Müller (bis 2023) gab es zuvor öffentliche Zustimmung seitens vieler Mitspieler. Niko Kovac musste gehen, weil er wichtige Führungsspieler wie Müller nicht hinter sich hatte. (Tabelle der Bundesliga)

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Bleibt Boateng nun ein weiteres Jahr?

Unter Flick hat der Routinier zu alter Stärke zurückgefunden, seine Führungsqualitäten sind unbestritten. "Zu seiner Entwicklung, nachdem ich gekommen bin, hat er enorm viel selbst beigetragen. Er hat sehr professionell gelebt", lobte ihn der 55-Jährige zuletzt.

Hinzukommt, dass die Bayern in der Innenverteidigung unbedingt Lösungen brauchen. David Alaba und Javi Martínez werden den Verein ablösefrei verlassen, Neuzugang Tanguy Nianzou hat sich zwei Muskelbündelrisse zugezogen und kämpft um den Anschluss.

Hernández als Innenverteidiger nicht mit Flicks vollem Vertrauen

Lucas Hernández scheint als halblinker Innenverteidiger nicht das volle Vertrauen von Flick zu haben. Niklas Süle muss immer häufiger als Rechtsverteidiger aushelfen, weil Benjamin Pavard außer Form ist und es Bouna Sarr oft nicht in den Kader schafft.

Boatengs Vertrag läuft am Saisonende aus und wurde bislang nicht verlängert. Die Gespräche mit dem Innenverteidiger und seinem Management (Lian Sports) sollen nach SPORT1-Informationen spätestens im März starten. Boateng würde gerne noch ein Jahr bleiben.

Bayern in Gesprächen mit Upamecano-Management

Allerdings ist er bei den Münchnern ein Großverdiener, und Hasan Salihamidzic will den Umbruch vorantreiben und Dayot Upamecano verpflichten. Der bullige Innenverteidiger von RB Leipzig kann die Sachsen aufgrund einer Ausstiegsklausel zwischen 40 bis 45 Millionen Euro im Sommer vorzeitig verlassen. Gespräche mit dem Management des 22-Jährigen laufen. Wie Boateng ist er ein Rechtsfuß.

Die Meinung Müllers, der mit Kapitän Neuer, Alaba, Lewandowski und Kimmich im Mannschaftsrat vertreten ist, hat vereinsintern enormes Gewicht. Zu Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (Müller siezt ihn) pflegt er einen engen Draht.

Der Titelhunger des Eigengewächses ist jedenfalls nicht gestillt. Müller weiß wie kaum ein Zweiter, dass es neben den vielen Talenten im Bayern-Kader auch eine starke Achse an Führungsspielern braucht, um höchsten Titelansprüchen zu genügen. Müsste Boateng gehen, gäbe es in der Defensive keinen erfahrenen Anführer mehr.

Fakt ist: Die Chancen, dass Boateng um ein weiteres Jahr verlängert, haben sich nach der Müller-Ansage keinesfalls verschlechtert. Im Gegenteil.