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Ihr möchtet befördert werden? Fünf Fallstricke, die ihr laut Experten vermeiden solltet, wenn ihr die Karriereleiter erklimmen wollt

·Lesedauer: 3 Min.

Es zu schaffen, dass man befördert wird, ist kein leichtes Unterfangen. Es erfordert in der Regel eine gute Planung, harte Arbeit und eine Portion Glück. Und selbst dann ist der Erfolg nicht garantiert. Manchmal liegt es aber auch am Verhalten eines Mitarbeiters, dass dieser nie befördert wird.

Business Insider hat mit drei Karriere-Experten gesprochen, wie ihr eure Chancen auf eine Beförderung verbessern könnt. Zudem verraten die Experten welche Verhaltensmuster ihr lieber ablegen solltet, wenn ihr beruflich weiterkommen wollt.

1. Schweigen

Wer darauf wartet, dass sein Chef seine harte Arbeit von alleine anerkennt, der kommt nicht sehr weit, glaubt Karrierecoachin und Buchautorin Octavia Goredema. Stattdessen solltet ihr lieber selbst aktiv werden. „Wenn ihr eine Beförderung wollt, solltet ihr euch frühzeitig mit eurem Vorgesetzten darüber unterhalten, wer darüber entscheidet, welcher Zeitpunkt der richtige ist und welche Anforderungen ihr für die angestrebte Position erfüllen müsst", sagt Goredema. Hilfreich sei zudem, eure Erfolge regelmäßig zu kommunizieren und eure Leistungen sichtbar zu machen, so die Karrierecoachin.

2. Sich wie ein Besserwisser verhalten

Ihr solltet zwar offen sagen, warum ihr eine Beförderung verdient, aber arrogant solltet ihr dabei nicht rüberkommen. Eine „Ich-weiß-alles-besser“-Einstellung wird euch laut Ralf Specht, Experte für Unternehmenskultur, eher nicht zu einer Beförderung verhelfen. „Euer Chef wird euch nicht für eine Beförderung empfehlen, wenn ihr den Ruf eines oberschlauen Besserwissers habt“, sagt er. Vor allem dann nicht, wenn ihr auf euer angebliches Wissen keine Taten folgen lassen könnt.

3. Annahmen machen

Zudem sei es wichtig, dass ihr nicht einfach irgendwelche Annahmen dazu trefft, wie weit ihr in eurer beruflichen Entwicklung schon seid, sagt Goredema. Manchmal seid ihr vielleicht der Meinung, dass ihr eine Beförderung verdient hättet, euer Vorgesetzter sieht das aber anders. "Sollte euer Vorgesetzter eine Beförderung als nicht gerechtfertigt empfinden, solltet ihr herausfinden, wo das Problem liegt - und wie ihr dieses lösen könnte", sagt sie. Denn viele seien zwei der Meinung, dass sie befördert werden sollten. Ob sie dazu auch geeignet sind, sei dagegen eine ganz andere Frage.

Nur woran erkennt man, ob der Vorgesetzte glaubt, man sei bereit für eine Beförderung? Ein gutes Zeichen sei, so Goredema, wenn euer Vorgesetzter von sich aus mit euch über Wachstumsmöglichkeiten oder eine Beförderung spricht.

4. Defensiv sein

Wer sich gerne in eine Opferrolle begibt, tue sich damit keinen Gefallen, sagt Specht. Denn Beförderungen seien mit mehr Verantwortung verbunden. Niemand würde also jemanden befördern, der sich seiner Verantwortung konsequent entzieht.

"Das bedeutet nicht, dass ihr euch alles gefallen lassen und immer 'ja' sagen müsst - ganz im Gegenteil", sagt er. "Wenn ihr eine bestimmte Meinung zu einer Situation habt, die vielleicht anders ist als die aktuelle Meinung im Büro, dann sorgt dafür, dass diese auch gehört wird", sagt Specht.

5. Unbehagen vermeiden

Natürlich ist es einfacher, immer das zu machen, was man kennt und worin man gut ist. Nur aufsteigen wird man damit wahrscheinlich nicht. Laut James Reed, der die britische Personalvermittlungsseite Reed.co.uk betreibt, solltet ihr euch lieber einen Bereich in eurem Unternehmen raussuchen, der sich stetig verändert. Es sei besser, ein weniger erfahrener Manager in einem Bereich, der sich schnell entwickelt, zu sein, als ein Profi in einem Sektor, der sich zurückentwickelt. Man müsse nicht der Beste sein. Wer sich aber traue in der schnell fließenden Strömung mit zu schwimmen, der komme in der Regel weiter, als derjenige, der sich einfach in den Strudel fallen lässt.

Dieser Text wurde von Mascha Wolf aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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