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Märtens und Gose wollen aus Wellbrocks Schatten schwimmen

Märtens und Gose wollen aus Wellbrocks Schatten schwimmen
Märtens und Gose wollen aus Wellbrocks Schatten schwimmen

Olympiasieger Florian Wellbrock muss nach seiner Coronainfektion kürzer treten, bei der Schwimm-EM in Rom rückt deshalb die nächste Generation in den Blickpunkt. Vizeweltmeister Lukas Märtens, der mit Wellbrock in Magdeburg trainiert, zählt nach WM-Silber über 400 m Freistil auch im Foro Italico zu den Favoriten. "Alles, was nach der WM-Medaille jetzt noch kommt, ist für mich Zugabe", sagte der 20-Jährige, der über 200, 400 und 800 m sowie in der 4x200-m-Freistilstaffel starten wird.

Selbstbewusstsein hat ihm der Erfolg von Budapest auf jeden Fall gegeben. "Vielleicht bin ich schon bald schneller als er über 800 oder 1500 Meter? Das nehmen wir so, wie es kommt", sagte Märtens in einem Interview mit der Berliner Morgenpost über seinen prominenten Trainingspartner. Zwar infizierte auch er sich mit Corona, erkrankte aber nicht so schwer wie Wellbrock. "Er ist in einer verhältnismäßig guten Verfassung", sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn, "ich denke, er kann bei den Großen mitspielen."

Chancen auf Edelmetall rechnet sich auch Märtens' Lebensgefährtin Isabel Gose, die ebenfalls zur Magdeburger Trainingsgruppe gehört, aus. Über 400 m war die 20-Jährige in Budapest als Fünfte beste Europäerin, über die doppelte Distanz als Sechste zweitbeste hinter der italienischen Olympiadritten Simona Quadarella.

Weil in Rom unter anderem die in den USA studierende Vizeweltmeisterin Anna Elendt fehlt, werden "die Zeiten von Budapest nur ganz schwer zu wiederholen sein, da kann und sollte man jetzt wirklich keine Wunder erwarten", sagte Leistungssportdirektor Christian Hansmann vor dem EM-Start am Donnerstag dem Verbandsmagazin Swim & More: "Und es schmälert den Medaillenausblick natürlich schon, wenn Florian nicht in Topform sein kann."

Wichtiger war für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ohnehin die WM, weil es dort um die Ergebnisse ging, nach denen die Sportförderung durch das Bundesinnenministerium (BMI) für den Zyklus bis zu Olympia 2024 festgesetzt wird. Die mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ausformulierten Zielsetzungen seien, so Hansmann, in Budapest "erreicht oder sogar übererfüllt" worden.

Im EM-Becken sind 28 deutsche Schwimmer am Start, deutlich mehr als bei der WM (zehn). Aber auch acht weniger als urprünglich geplant - wegen Absagen aus gesundheitlichen oder Studiengründen. Vor allem junge Talente sollen internationale Erfahrung sammeln, die ihnen auf dem Weg nach Paris helfen könnte.