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Das Märchen vom passiven Einkommen, das doch keines ist

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Ist passives Einkommen bloß ein Märchen? Das ist eine These, auf die wir gleich etwas weiter eingehen wollen. Grundsätzlich bin ich jedenfalls überzeugt, dass dieses Ziel alles andere als irrelevant sein kann. Bereits ab dem ersten investierten Euro kann man als Foolisher Investor schließlich ein passives Einkommen generieren. Das dürfte auch dir bekannt sein.

Allerdings habe ich erst neulich beim Stöbern einen interessanten Beitrag gelesen, der das Märchen vom passiven Einkommen als Thema hat. Ich bin jedoch der Meinung: Eigentlich ist es keines. Lass uns beide Blickwinkel daher heute einmal etwas näher unter die Lupe nehmen.

Das Märchen vom passiven Einkommen

Wie gesagt: Die folgenden Ausführungen sind sinngemäß nicht meine These, sondern eine, die ich beim Stöbern in den Weiten des WWW gefunden habe. Dabei geht es inhaltlich darum, dass der Aufbau eines passiven Einkommens schwierig bis unmöglich sei, deshalb sei viel der Mysterie letztlich nur ein Märchen.

Positiv zu werten ist, dass der Diskurs sehr sachlich stattfindet. Es gebe grundsätzlich zwei Möglichkeiten, ein passives Einkommen aufzubauen: einerseits durch Investitionen in Aktien oder auch ausschüttende Dividendenaktien. Andererseits durch das Schaffen von Etwas, das dir regelmäßig ohne weiteres Hinzutun Einkünfte beschert. Aus Foolisher Aktien-Perspektive heraus wollen wir uns auf das Aktien-Einkommen konzentrieren.

Das Märchen vom passiven Einkommen ist nach Einschätzung des Schreiberlings eines, weil es fast unmöglich ist, rein quantitativ ausreichende Einkünfte aufzubauen. Mit Inflation, einem realistischen Ansatz und dergleichen müsste man über einen Zeitraum von 20 Jahren ca. 4.500 Euro pro Monat investieren, um das Ziel zu erreichen. Zu späteren Zeitpunkten kommt der Schreiberling sogar auf Beträge auf bis zu 9.100 Euro im Monat, um ein Vermögen von bis zu 6.000.000 Euro zu erreichen. So ganz erschließt sich mir der Sinn der Rechnerei zwar nicht. Aber so ist das Märchen vom passiven Einkommen letztlich begründet.

Lass uns ein wenig anders rechnen …

Das Märchen vom passiven Einkommen kann man so und so betrachten. Fest steht jedenfalls: Wenn du wirklich versuchen solltest, mit eigenen Sparraten ein passives Einkommen aufzubauen, kann das richtig sein. Wenn du beispielsweise bei einer 4%igen Dividendenrendite ein Einkommen von 48.000 Euro anstrebst, so benötigst du ein Vermögen von 1,2 Mio. Euro. Wenig ist das natürlich nicht. Und wenn du es mit einfachem Sparen erreichen möchtest, so müsstest du über 25 Jahre gewiss 4.000 Euro jeden Monat beiseitelegen.

Allerdings ist das nicht der springende Punkt: Mit einem Vermögensaufbau mit Rendite sind solche Ziele einfacher möglich. Unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Rendite von 7 % pro Jahr benötigt man über einen Zeitraum von 25 Jahren nach meiner Rechnung ca. 1.524 Euro pro Monat, um selbst ein solches ambitioniertes Ziel zu erreichen.

Das Märchen vom passiven Einkommen ist unter Berücksichtigung der Rendite daher eigentlich keines. Es hängt natürlich von deinen Zielen ab, wie realistisch der Aufbau ist. Trotzdem gilt: Ab dem ersten investierten Euro beginnt dein Einkommen zu wachsen. Mit reinvestierten Dividenden und einem soliden Ausschüttungswachstum kannst du dein Wachstums- und Renditepotenzial zudem verbessern.

Der Artikel Das Märchen vom passiven Einkommen, das doch keines ist ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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