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Luxemburg startet Praxistest einer internationalen Industrienorm für digitale „Fingerabdrücke" zur Erfassung der Wiederverwendbarkeit von Produkten

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Das luxemburgische Wirtschaftsministerium hat soeben die zweite Entwicklungsphase eines internationalen Standards eingeleitet. Der Zweck besteht in der Bereitstellung von Daten zum Warenkreislauf für alle Beteiligten der Wertschöpfungsketten. Eine erste einsatzfähige Version des Standards wird nun einem Praxistest unterzogen, um das optimale Governance-Modell, Auditsystem sowie zuverlässige IT-Systeme für die Verwaltung des Standards zu bestimmen.

Im Jahr 2018 startete Luxemburg die Circularity Dataset Initiative mit dem Ziel, die Schwierigkeiten von Industrie und Verbrauchern zu überwinden, Zugang zu verlässlichen Informationen über die Wiederverwendbarkeit eines bestimmten Produkts zu erhalten. Derzeit sind viele Daten zum Warenkreislauf nicht verfügbar, da deren Erfassung und Handhabung umfangreiche personelle und finanzielle Ressourcen erfordert. Zudem besteht bisher ein Konflikt zwischen dem Schutz von Geschäftsgeheimnissen und dem Anliegen der Transparenz, und es fehlen Berichtsstandards, die Hersteller dazu verpflichten, verschiedene Datensätze in unterschiedlichen Formaten an Kunden und Produktplattformen zu senden.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, kooperiert die luxemburgische Regierung mit multinationalen und regionalen Herstellern und Plattformen, um auf internationaler Ebene und in jeder Phase der Produktherstellung oder -verarbeitung ein „Product Circularity Data Sheet" (PCDS) zu erstellen. Jeder Hersteller kann diese standardisierte Datensätze an seine eigenen Systeme anpassen. Die Initiative will grundlegende Daten zum Warenkreislauf in dezentralisierter Form zugänglich machen und gleichzeitig die Weitergabe von intellektuellem Eigentum vermeiden.

Seit dem Start der Initiative, für die eine eigene Website eingerichtet wurde (www.pcds.lu), haben sich mehr als 50 renommierte Unternehmen aus zwölf Ländern dem Projekt angeschlossen. Durch die Verabschiedung eines Gesetzesentwurfs bestätigte Luxemburg kürzlich seine Rolle als Testgebiet und Kompetenzzentrum für die Kreislaufwirtschaft. Das Gesetz erlaubt Unternehmen, staatliche Subventionen von bis zu 30 Prozent der Kosten von Investitionsprojekten zu beantragen sowie eine Erhöhung von 20 Prozent für Projekte, die Teil der Kreislaufwirtschaft sind. Damit wird erstmals in Europa eine Förderung für Projekte, die bestimmte Anforderungen an die Wiederverwertbarkeit erfüllen, Teil eines Subventionsgesetzes.

Am 8. Dezember werden die neuesten Entwicklungen der PCDS gemeinsam mit Branchenexperten im Rahmen eines Webinars als offizielle Nebenveranstaltung zum World Circular Economy Forum (WCEF) vorgestellt, einer bedeutenden jährlich stattfindenden Veranstaltung, bei der Führungskräfte, Politiker und Experten die weltweit besten Lösungen für die Kreislaufwirtschaft vorstellen. Die Anmeldung ist kostenlos und steht allen Interessierten offen.

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