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Lufthygiene-Experten: An Schulen auf langfristige Lösungen setzen

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BERLIN (dpa-AFX) - Statt auf mobile Luftreiniger sollten Schulen Experten zufolge besser auf sinnvollere langfristige Lösungen setzen. "Fest installierte Lüftungsanlagen sind auch nach der Corona-Pandemie noch von großem Nutzen", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes (Uba), Dirk Messner, der Deutschen Presse-Agentur. Anders als viele mobile Luftreiniger verursachten sie häufig nur geringe Geräusche im Klassenzimmer und ließen nicht nur die Menge an Krankheitserregern in der Raumluft sinken, sondern auch die an Kohlendioxid und ausgedünsteten Schadstoffen. Kurzfristig stehe ohnehin eine ebenso simple wie hoch effektive Lösung im Vordergrund: regelmäßiges Lüften.

Derzeit ist unklar, wie es für die Schüler in den nächsten Wochen weitergeht. Bund und Länder hatten ihre Entscheidung über das weitere Vorgehen bei den Schulen im Zuge der Corona-Pandemie auf den kommenden Mittwoch (25. November) verschoben.

Luftreiniger mit speziellen Filtern sammeln Viruspartikel aus der hindurchströmenden Luft, andere Geräte sollen Erreger etwa mittels UV-Licht abtöten. Viele Menschen hofften in der Corona-Pandemie auf technische Lösungen, erklärte Messner. Luftreiniger könnten dazu verführen, sich in falscher Sicherheit zu wiegen. "Und so übersimpel und steinzeitlich diese Lösung für manchen klingen mag: Lüften funktioniert nun mal am besten." Erreger verschwänden nach draußen, ebenso das für Müdigkeit und Konzentrationsschwäche sorgende Kohlendioxid, gesundheitsschädliche Stoffe, die aus Materialien im Klassenraum ausdünsten und auch Feuchte, die zu Schimmel führen könne.