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Lufthansa und Verdi einigen sich auf Corona-Sparpaket über 200 Millionen Euro

·Lesedauer: 1 Min.
Maschinen der Lufthansa

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich die Lufthansa und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf eine Krisenvereinbarung für die insgesamt rund 35.000 Bodenbeschäftigten des Konzerns verständigt. Die Einsparungen aufseiten der Mitarbeiter belaufen sich dabei auf mehr als 200 Millionen Euro, wie Lufthansa und Verdi am Mittwochabend mitteilten. Dafür verzichtet das von der Corona-Krise schwer getroffene Luftfahrtunternehmen demnach bis Ende März 2022 auf Entlassungen. 

Zudem will der Konzern nach eigenen Angaben Altersteilzeit sowie betriebliche Freiwilligenprogramme zum sozialverträglichen Personalabbau anbieten. Die Beschäftigten verzichten dafür in diesem und dem nächsten Jahr auf das Weihnachtsgeld sowie im nächsten Jahr auf das Urlaubsgeld. Bis Ende 2021 soll es überdies keine Gehaltserhöhungen geben.

Auch die Aufstockung zum Kurzarbeitergeld wird von 90 Prozent auf 87 Prozent abgesenkt. Die Vereinbarung umfasst laut Verdi aber gleichzeitig eine Ausweitung des tariflichen Schutzes zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für rund 6000 Beschäftigte, denen zuvor der Rückfall auf den gesetzlichen Satz gedroht habe. Die Lufthansa rechnet nach eigenen Angaben damit, dass durch das Sparpaket im nächsten Jahr Personalkosten bei den Bodenbeschäftigten von bis zu 50 Prozent eingespart werden können.

Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Die Gewerkschaftsmitglieder müssen dem Paket noch zustimmen. Lufthansa und Verdi hatten die Verhandlungen im August zunächst abgebrochen. Mit den Flugbegleitern und der Pilotengewerkschaft einigte sich die Lufthansa bereits auf ein Sparpaket.

muk/cne

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