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Lufthansa geht der Spielraum aus, Berlin legt Konditionen fest

Birgit Jennen, William Wilkes und Matthias Wabl

(Bloomberg) -- Die Bundesregierung hat unterrichteten Kreisen zufolge eine einheitliche Position für eine Rettungsaktion für die Deutsche Lufthansa AG festgelegt. Diese sieht vor, dass die Fluggesellschaft eine erhebliche Beteiligung und ein Vetorecht des Staates im Gegenzug für ein Hilfspaket in Höhe von mehreren Milliarden Euro akzeptiert, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

Zwar würden Details noch verhandelt, aber das Wirtschafts- und das Finanzministerium haben ihre seit Wochen bestehenden Meinungsverschiedenheiten ausgeräumt, sagten die Personen. Dem Plan zufolge würde Deutschland mindestens 25% der Anteile an der Fluggesellschaft übernehmen und mindestens einen Sitz im Aufsichtsrat des Unternehmens erhalten. Die Hilfen könnten sich auf bis zu 10 Milliarden Euro belaufen.

Die Höhe der deutschen Beteiligung, ob ein Teil davon eine sogenannte stille Beteiligung sein wird, die die staatliche Kontrolle einschränkt, und wie viele Sitze der Staat im Aufsichtsrat der Lufthansa haben wird, ist den informierten Personen zufolge noch Gegenstand von Verhandlungen. Die Gespräche zwischen der Fluggesellschaft und der Regierung werden voraussichtlich bis in die nächste Woche andauern, hieß es weiter.

Lufthansa sei sich bewusst, dass sie wenig Einfluss auf die Gespräche mit der Bundesregierung habe, sagten die Personen. Eine Einigung würde wahrscheinlich auf der Grundlage der vom Staat festgelegten Bedingungen erfolgen. Zwar lasse sich das Unternehmen alle Optionen offen, jedoch sei es unwahrscheinlich, dass es ein Schutzschirmverfahren beantrage - eine Idee, die diese Woche als letztes Mittel in die Diskussion gebracht wurde - da potenzielle Reputationsschäden bei Investoren und an den Finanzmärkten befürchtet würden, hieß es.

Ein Sprecher der Lufthansa sagte, dass die Gespräche andauerten.

Überschrift des Artikels im Original:Lufthansa Running Out of Bailout Road as Germany Sets Out Terms

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