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Lufthansa drückt weiter auf die Kostenbremse

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Frankfurt/Main (dapd). Die Lufthansa verschärft angesichts eines herben Gewinneinbruchs ihren Sparkurs und schließt zwei deutsche Standorte mit mehr als 700 Beschäftigten. Bis Ende 2017 will Deutschlands größte Fluggesellschaft die Kölner Hauptverwaltung mit 365 Stellen und den Standort der Buchhaltungstochter Lufthansa Revenue Services im schleswig-holsteinischen Norderstedt mit 350 Arbeitsplätzen dicht machen, wie die Lufthansa (Xetra: 823212 - Nachrichten) am späten Dienstagabend in Frankfurt am Main mitteilte. Die Fluggesellschaft hatte schon im Oktober angekündigt, 700 deutsche Jobs ins Ausland verlagern zu wollen.

Zudem sollen von den rund 200 Stellen der Verwaltung in Hamburg 80 Prozent "in ein spezialisiertes Dienstleistungszentrum überführt werden", wie die Lufthansa nun weiter erklärte. Auch andere Bereiche wie die Passagierabfertigung am Boden werden auf den Prüfstand gestellt. Weltweit will die Lufthansa die Personalkosten um 500 Millionen Euro senken.

2012 brach der operative Gewinn des DAX (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) -Konzerns nach vorläufigen Zahlen auf Jahressicht um gut 36 Prozent auf 524 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen erklärte. Dabei machten sich neben der harten Konkurrenz durch Billigflieger und hohen Flugbenzinpreisen auch Kosten für das Sparprogramm Score bemerkbar, mit dem die Lufthansa wieder auf Kurs kommen will. Der Umsatz der Lufthansa-Gruppe kletterte den Angaben zufolge um knapp fünf Prozent auf 30,1 Milliarden Euro.

Gewinnsprung durch Einmaleffekte

Die Lufthansa drückt weiter auf die Kostenbremse, obwohl 2012 der Gewinn unter dem Strich auf 990 Millionen Euro sprang - nach einem Verlust von 13 Millionen Euro im Vorjahr. Doch lag das an Sondereffekten durch Verkäufe von Beteiligungen. "Und über den bestehenden Handlungsdruck darf ein durch Einmaleffekte bestimmtes Konzernergebnis nicht hinwegtäuschen", sagte Vorstandschef Christoph Franz. Es sei wichtig, "jetzt alle verfügbaren Mittel in unser Unternehmen zu investieren".

Den forcierten Sparkurs und den Gewinneinbruch bekommen auch die Aktionäre der Lufthansa zu spüren. Die Dividende für 2012 soll ausgesetzt werden. Für 2011 hatten die Anteilseigner magere 0,25 Euro je Aktie erhalten. An der Börse kamen die Zahlen und die Streichung der Dividende nicht gut an. Lufthansa-Papiere stürzten gleich nach Handelsbeginn am Mittwoch um mehr als fünf Prozent auf 15,16 Euro ab.

Ihr erwirtschaftetes Geld steckt die Lufthansa auch in die Modernisierung der Flotte. Für einen Listenpreis von insgesamt neun Milliarden Euro will die Lufthansa bei Airbus (Paris: NL0000235190 - Nachrichten) und Boeing (NYSE: BA - Nachrichten) zusammen 108 neue Flugzeuge bestellen, davon 8 für die Langstrecke und 100 für die Kurz- und Mittelstrecke. Die neuen Maschinen sollen zwischen 2012 und 2025 ausgeliefert werden. Damit erwartet die Lufthansa-Gruppe nach Firmenangaben bis Ende 2025 die Auslieferung von 239 Flugzeugen mit einem Bestellwert von 23 Milliarden Euro nach Liste.

dapd

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