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Lufthansa-Aktie stemmt sich gegen den Trend

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Dax-Anleger sollten nicht mit steigenden Dividenden rechnen

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Handelsblatt-Stratege Ulf Sommer glaubt nicht an steigende Dividenden.


Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt


Gegen den negativen Börsentrend stemmte sich am Mittwoch die Lufthansa-Aktie. Im ersten Halbjahr beförderte Europas größte Fluggesellschaft samt ihren Töchtern 66,9 Millionen Fluggäste und damit 11,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auslastung der Maschinen verbesserte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 79,8 Prozent. Im Juni wuchs die Zahl der Fluggäste um 11,8 Prozent auf rund 13,3 Millionen. Die Lufthansa hatte nach der Pleite von Air Berlin große Teile der einst zweitgrößten deutschen Airline übernommen und nach und nach in ihre Billigtochter Eurowings integriert.




Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen


Heute nehmen wir die Investitionsquote unter die Lupe. Das „ROGO US Value“ von Paul Rogojan sowie das „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ von Holger Degener sind beinahe voll investiert. Eine relativ hohe Investitionsquote von etwa 85 Prozent weisen das „Aktien? Yeah“-‧Wikfolio von Dirk Hagemann und das „ETF-Werte des ICAX“ von Uwe Freier auf. Sebastian Reese behält beim „SR wisdom capital spekulativ“ eine defensive Aufstellung mit aktuell 92 Prozent Cash. Die Liquiditätsquote des gesamten Musterdepots – Kasse plus Cash bei Ziel-Wikifolios – beträgt somit etwa 14,8 Prozent.




Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank


Die Börsen bauen die Verluste aus. Nach Tagen der Ruhe eskaliert der Handelsstreit zwischen den USA und China weiter. Die USA haben eine weitere Liste mit möglichen Strafzöllen gegen chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar präsentiert. Sollte US-Präsident Donald Trump die Drohung wahrmachen, wäre rund die Hälfte der in die USA ausgeführten chinesischen Güter betroffen. Das Reich der Mitte drohte bereits umgehend mit Gegenmaßnahmen. Alle unsere Werte notieren daraufhin mit schwächeren Kursen, bis auf die Siemens-Healthineer-Aktien.




Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.