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London erwägt Beitritt zu Freihandelsabkommen der USA mit Mexiko und Kanada

·Lesedauer: 2 Min.
Blick auf die Skyline von London (AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS)

Großbritannien zieht angesichts der bislang ergebnislosen bilateralen Verhandlungen mit den USA auch einen Beitritt zu dem bestehenden Freihandelsabkommen USMCA in Erwägung. London strebe zwar ein "bilaterales Handelsabkommen" mit den USA an, sagte Umweltminister George Eustice am Mittwoch im Sender Sky News. Die britische Regierung schließe aber nichts aus, fügte er auf die Frage hinzu, ob für Großbritannien auch ein Beitritt zum Handelspakt zwischen den USA, Mexiko und Kanada vorstellbar sei.

US-Präsident Joe Biden hatte sich am Dienstag bei einem Treffen mit Premierminister Boris Johnson im Weißen Haus zurückhaltend zu einem möglichen Freihandelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich geäußert und lediglich erklärt, dass die Gespräche über ein solches Abkommen fortgesetzt würden.

Eustice sagte, seine Regierung hoffe weiterhin auf eine Einigung mit den USA. Für die US-Regierung habe dies aber "einfach keine Priorität", räumte er ein. Auch Johnson hatte am Dienstag die Hoffnung auf ein baldiges Abkommen gedämpft. Seine Regierung wolle so schnell wie möglich eine Übereinkunft erzielen, sagte er, ohne ein Zieldatum zu nennen.

Der US-Abgeordnete Brendan Boyle verwies auf das vergleichsweise geringe Handelsvolumen zwischen beiden Ländern. Während die USA rund 30 Prozent ihres Handels mit Kanada und Mexiko abwickelten, liege der Anteil Großbritanniens bei gerade einmal 2,5 Prozent und damit auf dem Niveau von Taiwan, Vietnam und Indien, schrieb der Politiker von Bidens Demokraten auf Twitter. "Wenn also einige verwirrt sind, warum ein Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich keine hohe Priorität hat, dann wissen sie es jetzt".

Das Freihandelsabkommen USMCA war im Juli 2020 in Kraft getreten. Es ersetzte das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta).

Großbritannien war im Januar 2020 offiziell aus der EU ausgetreten. Zu Beginn dieses Jahres vollzog das Vereinigte Königreich dann auch den Austritt aus dem gemeinsamen Binnenmarkt und der Zollunion. Deshalb muss London zahlreiche Handelsbeziehungen mit anderen Ländern neu ausloten und eigene Abkommen schließen.

bfi/ck

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