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Lokführergewerkschaft GDL kündigt neuen Streik ab Donnerstag im Personenverkehr an

·Lesedauer: 3 Min.
Bahnschienen (AFP/Patrik STOLLARZ)

Die Lokführergewerkschaft GDL hat im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn einen neuen, längeren Streik angekündigt als bisher. Wie GDL-Chef Claus Weselsky am Montag in Frankfurt am Main sagte, beginnen die Arbeitskampfmaßnahmen am Mittwoch um 17.00 Uhr im Güterverkehr und im Personenverkehr am Donnerstag um 02.00 Uhr morgens. Enden sollen die Streiks am Dienstag kommender Woche um 02.00 Uhr früh.

Da die Deutsche Bahn AG weiterhin kein akzeptables Angebot vorgelegt habe, sehe die GDL zu dem neuen, dritten Ausstand in der laufenden Tarifrunde keine Alternative, sagte Weselsky. Angesichts der Unbeweglichkeit des Managements "sehen wir uns gezwungen, wesentlich länger den Ausstand zu betreiben", sagte der Gewerkschaftschef weiter. Die Deutsche Bahn kritisierte das Vorgehen der Gewerkschaft scharf und forderte eine Rückkehr an den Verhandlungstisch.

Die Bahn warf der GDL vor, sie mache "aus organisationspolitischem Kalkül sowohl Kund:innen als auch Mitarbeitende zu Opfern ihrer Machtinteressen". Das Unternehmen forderte die Gewerkschaft auf, "unverzüglich ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen" und zwar auf Grundlage des vorliegenden Angebots. "Ein Tarifvertrag wird in Verhandlungen erzielt und lässt sich nicht diktieren", betonte DB-Personalvorstand Martin Seiler.

Die GDL hatte bereits vergangene Woche sowie zuvor ab dem 10. August die Bahn bestreikt. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Weselsky kritisierte zudem geplante Abstriche bei der Betriebsrente

Die Bahn bietet zwar 3,2 Prozent mehr Lohn, will die Stufen aber später umsetzen und fordert eine längere Laufzeit des Tarifvertrages. Das Unternehmen hat zudem Verhandlungen über eine Corona-Prämie angeboten, jedoch keine konkrete Zahl genannt.

Weselsky sprach in diesem Zusammenhang von Provokationen und "Desinformation" durch das Unternehmen. "Die Eisenbahner haben Anerkennung und Wertschätzung verdient", hob er weiter hervor.

In dem Tarifkampf geht es auch um die Position der GDL im Konzern und im Wettbewerb mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Diese hat sich bereits mit der Bahn geeinigt, die Ergebnisse hält die GDL jedoch für unzureichend.

Die Deutsche Bahn kündigte als Reaktion auf die Streikankündigung zudem an, bereits Dienstagfrüh um 7.00 Uhr Fahrplan-Infos für die Streiktage zu veröffentlichen. Diese seien dann auch im Internet und der Bahn-App DB Navigator abrufbar.

"Im Fernverkehr wird zwischen dem 2. und 6. September wieder ein Grundangebot von rund einem Viertel des normalen Fahrplans zur Verfügung stehen", versicherte das Unternehmen. Im Regional- und S-Bahnverkehr werde angestrebt, etwa 40 Prozent des Zugverkehrs aufrechtzuerhalten. Allerdings werde es hier regionale Unterschiede geben.

Auch werde Reisenden empfohlen, Bahnfahrten möglichst zu verschieben, hieß es weiter. Tickets könnten kostenfrei erstattet werden, zudem wird die Zugbindung gegebenenfalls aufgehoben, alle Tickets für den Zeitraum vom 2. bis 7. September könnten bereits ab sofort und bis zum 17. September flexibel genutzt werden.

Der FDP-Verkehrsexperte Torsten Herbst forderte die GDL ebenfalls zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Er sprach von einer "Zumutung für die Bahnkunden in Deutschland".

bk/jm

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