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Der Lokalmatador gewinnt in Portimao: Streckenkenntnis der Schlüssel zum Sieg?

Sebastian Fränzschky
·Lesedauer: 5 Min.

Mit dem Sieg beim Heim-Grand-Prix in Portimao steigerte Miguel Oliveira seinen Kultstatus in Portugal. Bereits vor dem Saisonfinale sorgte Oliveira in seiner Heimat für reichlich Euphorie. Mit dem Sieg beim finalen Grand Prix vor der Winterpause machte sich der KTM-Pilot bei den portugiesischen Motorradfans unsterblich. Doch welche Rolle spielte seine Streckenkenntnis beim Weg zum Laufsieg?

"Ich hatte ein anderes Verständnis, was den Kurs angeht, besonders was den Wind beim Fahren angeht. Ich kann aber nicht klar sagen, wie groß der Vorteil dadurch war", grübelt Oliveira und stellt klar: "Wir hatten am Freitag sehr viel Zeit, um zu trainieren."

Durch die verlängerten Freitags-Trainings konnten die anderen Fahrer ihren Erfahrungsrückstand aufholen. Laut Oliveira waren dessen Erfahrungen ohnehin nicht allzu viel wert, weil er diese hauptsächlich mit seinem Trainings-Motorrad, einer Yamaha R1, sammelte.

1. Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3

1. Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3<span class="copyright">Gold and Goose / Motorsport Images</span>
1. Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3Gold and Goose / Motorsport Images

Gold and Goose / Motorsport Images

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Miguel Oliveira, Red Bull KTM Tech 3<span class="copyright">Gold and Goose / Motorsport Images</span>
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"Das MotoGP-Motorrad unterscheidet sich stark von einem normalen Superbike. Die Fahrweise ist völlig anders", erklärt Oliveira und verweist darauf, dass einige seiner Kollegen bereits in Portimao Rennen fuhren. Auf das Ergebnis wirkte sich das aber nur bedingt aus.

"Franco (Morbidelli) fuhr hier vor vielen Jahren und schaffte es aufs Podium. Jack (Miller) fuhr hier noch gar nicht, abgesehen von ein paar Runden im Oktober. Fahrer mit sehr viel Erfahrung landeten weit hinten und andere Fahrer, die den Kurs nicht kannten, landeten weit vorn. Ich würde sagen, dass es ein normaler Grand Prix war, was die Positionen angeht", analysiert Oliveira.

Jack Miller äußert Korruptionsvorwurf und sorgt für Gelächter

Jack Miller sorgte in der Pressekonferenz unmittelbar nach dem Rennen für einige Lacher. "Ich glaube, dass es hier Korruption gab. Der Typ, der mir meinen Pokal überreichte, trug ein Oliveira-Shirt", scherzt der Australier, der auf noch mehr Hinweise stieß, die ihm merkwürdig vorkamen.

"Ich sah eben auf seiner Lederkombi, dass die Strecke zu seinen persönlichen Sponsoren zählt", bemerkt Miller und verweist darauf, dass der Hauptsponsor des Events mit seinem Logo auf dem Helm des Portugiesen zu finden war.

Jack Miller freute sich über Miguel Oliveiras Sieg beim Heimrennen

Jack Miller freute sich über Miguel Oliveiras Sieg beim Heimrennen<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Jack Miller freute sich über Miguel Oliveiras Sieg beim HeimrennenMotorsport Images

Motorsport Images

"Nein, Spaß beiseite. Er fuhr ein tolles Rennen", lobt Miller die Leistung des Lokalmatadors. "Wie jeder spürte er diesen Zauber des Heimrennens. Ich erinnere mich, dass ich die Saison über im Nirgendwo fuhr und dann auf Phillip Island die ersten fünf oder sechs Runden führte."

"Er konnte im Gegensatz zu mir davonfahren. Sicher hilft die Streckenkenntnis, aber Petrucci und Cal fuhren hier bereits Rennen. Ich hingegen fuhr hier noch nie zuvor, abgesehen von den Runden mit der Panigale", kommentiert Miller.

Superbike-Tests laut Franco Morbidelli kaum hilfreich

Franco Morbidelli, der in Portimao Dritter wurde, bestätigt die Theorie, dass Tests mit Superbikes nur bedingt helfen, um sich für ein MotoGP-Wochenende vorzubereiten: "Ich fahre mit der R1 in Misano und wenn ich dann mit der MotoGP-Maschine dort bin, ist es eine ganz andere Geschichte und eine ganz andere Welt. Das ist für Miguel hier genauso."

Franco Morbidelli testet oft mit seiner Yamaha R1 in Misano

Franco Morbidelli testet oft mit seiner Yamaha R1 in Misano<span class="copyright">MotoGP.com</span>
Franco Morbidelli testet oft mit seiner Yamaha R1 in MisanoMotoGP.com

MotoGP.com

Und auch Yamaha-Werkspilot Maverick Vinales hat Zweifel, dass Oliveiras Superbike-Tests entscheidend waren: "Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass er hier viele Runden gefahren ist. Als wir mit den Straßenmotorrädern gefahren sind, waren die Rundenzeiten von allen auf dem gleichen Niveau. Ich glaube deshalb nicht, dass er einen Vorteil hatte."

"Wir sind hier alle sehr viele Runden gefahren. Eineinhalb Stunden reichen aus, um die Strecke zu verstehen. Miguel war das ganze Wochenende stark. Als ich ihm gefolgt bin, hatte er ein sehr gutes Set-up. Er ist superb gefahren und verdient sich das", stellt Vinales klar.

Pol Espargaro will im Winter in Portimao trainieren

KTM-Werkspilot Pol Espargaro hätte vor dem Grand Prix gern mehr in Portimao trainiert. "In jeder Runde ist man andere Linien gefahren. Ich war oft in Sturzgefahr. Es war ein verrücktes Rennen. Mir hat die Streckenkenntnis gefehlt", gesteht der Spanier.

"Man muss sich nur ansehen, wie Miguel gefahren ist. Das war eine außergewöhnliche Performance. Er war das gesamte Wochenende stark", lobt Pol Espargaro und fügt hinzu: "Diesen Winter werde ich hier viel fahren, damit ich im nächsten Jahr nicht ohne Kenntnis zurückkomme."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.