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Lohnlücke zwischen Männern und Frauen unverändert

(Im ersten Absatz wurde die Angabe Quelle präzisiert.)

KÖLN (dpa-AFX) - Die Mehrheit der Führungskräfte in Deutschland ist männlich, bei Teilzeit-Führungspositionen haben Frauen hingegen deutlich die Nase vorn. Knapp drei Viertel der entsprechenden Stellen werden von weiblichen Beschäftigten besetzt. Das geht aus einer Untersuchung des "Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung" des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. 27,7 Prozent der weiblichen Führungskräfte arbeiten demnach in Teilzeit und nur 4,9 Prozent der männlichen.

Ein Großteil der Lohnlücke ist den Angaben zufolge darauf zurückzuführen, dass Frauen häufiger als Männer in Teilzeit arbeiten sowie in Branchen oder Berufen, in denen schlechter bezahlt wird. Für das verbliebene Drittel des Unterschieds von rund sechs Prozent (bereinigter Gender-Pay-Gap) gibt es demnach keine eindeutige Erklärung. Auch bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie verdienen also Frauen sechs Prozent weniger als Männer.

Den Rückgang der Verdienstlücke von 22 Prozent im Jahr 2014 auf 18 Prozent im vergangenen Jahr führten die Statistiker vor allem darauf zurück, dass die Bruttostundenverdienste der Frauen stärker stiegen als die der Männer. Der Gender Gap Arbeitsmarkt, der neben der Verdienstlücke zusätzlich die Unterschiede in der bezahlten monatlichen Arbeitszeit und in der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern berücksichtigt, verringerte sich in diesem Zeitraum von 45 Prozent auf 39 Prozent. Die von Männern geleisteten Zahl der Arbeitsstunden sank und die Erwerbsbeteiligung von Frauen stieg.