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Litauens Präsident kritisiert Astrazeneca-Impfstopp

·Lesedauer: 1 Min.

VILNIUS (dpa-AFX) - Der litauische Staatspräsident Gitanas Nauseda hat sich kritisch zum Impfstopp für das Vakzin von Astrazeneca <GB0009895292> in dem baltischen EU-Land und dem Agieren der Regierung geäußert. "Die Entscheidung des Gesundheitsministers, die Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca auszusetzen, hat das Vertrauen in diesen Impfstoff in den Augen des litauischen Volkes zweifellos beschädigt", erklärte Nauseda am Mittwoch der Agentur BNS zufolge in Vilnius. Demnach könnte die "inkonsistente Kommunikation" des Gesundheitsministeriums über das Mittel die Welle der Desinformation über den Hersteller wie auch das gesamte Impfprogramm verstärken.

Gesundheitsminister Arunas Dulkys hatte am Dienstagabend auf Anraten der staatlichen Arzneimittelkontrollbehörde einen Stopp der Impfungen mit Astrazeneca verhängt. Wenige Stunden zuvor hatte er noch gesagt, dass ihm keine Informationen vorlägen, die ihm einen solchen Schritt erlaubten. Auch kündigte er an, sich selbst mit Mittel gegen Corona impfen lassen zu wollen, um bestehende Bedenken zu zerstreuen.

Nach Angaben der Präsidialkanzlei hoffe Nauseda, dass der Impfstopp "nicht auf politischen Motiven, sondern auf klaren und konkreten evidenzbasierten Schlussfolgerungen von medizinischem Fachpersonal" beruhe. Dulkys hatte den Stopp mit Berichten über Fälle von Blutgerinnseln bei Menschen begründet, die in Litauen mit dem Mittel gegen Covid-19 geimpft worden seien.

Auch Deutschland und zahlreiche andere Staaten haben Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin aus ähnlichen Gründen vorerst ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Donnerstag eine Einschätzung zu möglichen Risiken und zur weiteren Verwendung abgeben. Bislang ist die Behörde der Ansicht, dass die Vorteile des Impfstoffs die Risiken überwögen.