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Litauen unterstützt Nato-Konsultationen nach Artikel 4

VILNIUS (dpa-AFX) -Litauen unterstützt nach dem tödlichen Raketentreffer in Polens Grenzgebiet zur Ukraine die Aufnahme von Nato-Konsultationen nach Artikel 4. "Polen wird heute die Aktivierung von Artikel 4 der Nato beantragen. Litauen wird diese Position zweifellos unterstützen", sagte Staatspräsident Gitanas Nauseda am Mittwoch in Vilnius unter Berufung auf ein Gespräch mit seinem polnischen Kollegen Andrzej Duda. Außenminister Gabrielius Landsbergis äußerte sich ähnlich. "Soweit ich weiß, fordert Polen Artikel 4 und wir unterstützen ihn natürlich, wir stehen voll und ganz in Solidarität mit Polen", sagte er litauischen Medien zufolge.

Artikel 4 des Nordatlantikvertrags sieht Konsultationen vor, wenn ein Mitglied meint, dass die Unversehrtheit des eigenen Territoriums, die politische Unabhängigkeit oder die eigene Sicherheit bedroht sind.

"Litauen wird sich aktiv an der Diskussion beteiligen und über den Einsatz von Luftverteidigungssystemen sprechen, vor allem an der polnischen Grenze zur Ukraine. Aber wir schauen weiter, wir betrachten die gesamte Nato-Ostflanke", betonte Nauseda nach einer Sondersitzung in Litauen zur Sicherheitslage der Region.

Der Staatschef des baltischen EU- und Nato-Landes bezeichnete den Raketeneinschlag in Polen als "ziemlich wichtige neue Etappe in diesem Krieg". "Russland aggressive Aktionen, sein Krieg gegen die Ukraine, haben bereits dazu geführt, dass Raketen in Nato-Gebiet eingeflogen sind und Menschen, die in Nato-Staaten leben, getötet wurden", sagte Nauseda. "Dies ist eine neue Phase in der Eskalation des Konflikts, auf die die Nato-Staaten, die Nato insgesamt, angemessen reagieren müssen."

Auch wenn die Untersuchung des Vorfalls in Polen noch andauere, besteht nach Ansicht von Nauseda ein "kausaler Zusammenhang" zwischen den Explosionen in Polen und den russischen Angriffen auf der Ukraine. "Russland wählt bewusst den Weg der Eskalation und versucht bewusst, die zivile Infrastruktur der Ukraine zu zerstören", sagte er. Daher könnten sich ähnliche Vorfälle in der Zukunft wiederholen.