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Litauen hofft auf neue Sanktionen gegen Russland

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VILNIUS (dpa-AFX) - Litauen erwartet, dass sich die EU-Außenminister auf neue Sanktionen gegen Russland wegen der Inhaftierung des Kremlgegners Alexej Nawalny verständigen. "Ich hoffe, dass eine Einigung erzielt wird", sagte Außenminister Gabrielius Landsbergis der Agentur BNS vor dem Treffen mit seinem Amtskollegen am Montag.

Auf seine Initiative hin hatten sich am Sonntag in Brüssel mehrere Außenminister und Botschafter von EU-Ländern mit den Nawalny-Vertrauten Leonid Wolkow und Iwan Schdanow getroffen. Dies zeige, dass der Fall Nawalny und der Beziehungen mit Russland auf der Agenda der EU-Außenminister ganz oben stehen, sagte Landsbergis.

"Das Ziel war, aus erster Hand von den Menschen über die Situation in Russland zu erfahren, die die russische Opposition vertreten und mit dem inhaftierten Nawalny zusammenarbeiten", sagte der litauische Chefdiplomat über das von ihm als "wirklich erfolgreich" bezeichneten Treffen. Litauen und die beiden anderen Baltenstaaten Lettland und Estland sind für einen harten EU-Kurs gegen Moskau.

Im Fall Nawalny fordert die EU seit nunmehr rund drei Wochen die Freilassung des Kremlkritikers. Moskau weist dies als Einmischung in innere Angelegenheiten zurück. Der 44-Jährige war Anfang Februar in Moskau verurteilt worden, weil er aus Sicht der Richterin mehrfach gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren von 2014 wegen Betrugs und Veruntreuung von Geldern verstoßen hat.