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Litauen fordert Amazon zu Verzicht auf Artikel mit Hammer und Sichel auf

Bitte an US-Konzern anlässlich des 80. Jahrestags des Hitler-Stalin-Pakts

Logo von Amazon

Litauen hat den US-Konzern Amazon aufgefordert, keine Produkte mehr mit dem kommunistischen Symbol Hammer und Sichel zu verkaufen. Dadurch würden die Opfer der sowjetischen Herrschaft gekränkt, erklärte die litauische Regierung am Donnerstag. Das Symbol sei "verletzend", der Verzicht auf einen Verkauf von Produkten damit eine Frage der "historischen Gerechtigkeit", sagte Außenminister Linas Linkevicius der Nachrichtenagentur AFP.

Anlass für den Vorstoß ist der 80. Jahrestag des Hitler-Stalin-Pakts am Freitag, der damals in der Besetzung der baltischen Staaten und schließlich in jahrelanger kommunistischer Gewaltherrschaft mündete. Vytautas Landsbergis, erster Staatschef Litauens nach der Unabhängigkeit 1990, schrieb vor diesem Hintergrund einen offenen Brief an Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Darin verwies er darauf, dass Amazon "Konsumgüter mit Symbolen der kommunistischen Tyrannei" vertreibe. So gibt es in dem Onlinehandel Shirts, Anstecker und weitere Produkte mit Hammer und Sichel zu kaufen. Die Darstellung des Symbols ist in Litauen verboten. Der 80. Jahrestag des Hitler-Stalin-Pakts sei nun ein "angemessener Anlass", um das Symbol nicht mehr zu verwenden, schrieb Landsbergis an Amazon.