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Linksfraktionschef: 'Brücken-Lockdown' schönes Wort aus PR-Kiste

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat den Vorschlag von CDU-Chef Armin Laschet für einen "Brücken-Lockdown" kritisiert und vermutet dahinter die ungeklärte Frage der Kanzlerkandidatur in der Union. Brückenlockdown sei ein schönes Wort aus der PR-Kiste, sagte Bartsch am Dienstag bei "Welt". "Aber ich hätte gerne gewusst, was schlägt Armin Laschet konkret vor." Alles, was die Infektionszahlen runterbringe sei zu begrüßen. Zuallererst zähle das Impfen dazu. "Aber ich würde als wichtigste Maßnahme um voranzukommen vor allen Dingen vorschlagen, dass die Union die Frage der Kanzlerkandidatur klärt. Denn ich habe den Verdacht, dass dieser Vorschlag eng damit zusammenhängt und das behindert aktuell die Pandemiebekämpfung."

Bartsch sieht vorgezogene Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wie von Laschet vorgeschlagen, ebenfalls skeptisch: "Wir brauchen nicht neue Runden, sondern wir brauchen Klarheit. Wir brauchen eine Perspektive und wir brauchen mehr Geschwindigkeit insbesondere in der Impffrage", sagte er.