Deutsche Märkte schließen in 8 Stunden 18 Minuten

Linke fordert Transparenzregister für die Lebensmittelindustrie

·Lesedauer: 1 Min.

Nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen in Fleischfabriken fordert die Linken-Spitze ein Transparenzregister für die Lebensmittelindustrie. Jeder Kunde müsse auf einen Blick nachvollziehen können, ob ein Konzern Arbeitnehmerrechte, Tier- und Umweltschutzstandards einhalte und wann er zuletzt kontrolliert worden sei, erklärten die beiden Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger gegenüber dem "Spiegel". Die Informationen solle das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf seiner Website bereitstellen und regelmäßig aktualisieren.

Die Bundesregierung will die Regeln für die Beschäftigung über Werkverträge verschärfen. Den Linken-Vorsitzenden geht das nicht weit genug. "Die Kontrollen finden nur alle Jubeljahre und vereinzelt statt", sagte Riexinger dem "Spiegel". Das sei völlig unzureichend.

Großunternehmer wie Clemens Tönnies wollten ihren Gewinn vergrößern, sagte Kipping. "Hier auf freiwillige Selbstkontrolle zu vertrauen, ist abwegig." Verstoße ein Konzern regelmäßig gegen Schutzstandards, müsse es empfindliche Strafen geben. Unternehmer wie Tönnies sollten auch mit ihrem Privatvermögen haften, forderte Kipping.