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Lindner will Südamerika-Freihandelsabkommen voranbringen

SANTIAGO DE COMPOSTELA (dpa-AFX) -Bundesfinanzminister Christian Lindner pocht darauf, die Bemühungen um ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur voranzutreiben. "Gerade mit den Staaten Lateinamerikas sehen wir große wirtschaftliche Potenziale", sagte der FDP-Politiker vor einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen sowie Finanzministern lateinamerikanischer und karibischer Staaten am Freitag im spanischen Santiago de Compostela. Das seien starke Staaten und große Volkswirtschaften. Deshalb sei der Austausch wichtig.

Wenn von dem Treffen in Nordwestspanien ein Signal für schnelle Fortschritte ausgehen könnte, begrüße er das außerordentlich, sagte Lindner. "Wir können nicht immer nur davon sprechen, dass wir diversifizieren wollen, dass wir nicht einseitig abhängig sein wollen, beispielsweise von China." Dieser Sprache müssten Taten folgen. Das Freihandelsabkommens wäre dazu ein sehr wichtiger Schritt.

Zuletzt hatten die Bemühungen Fahrt aufgenommen. Über den Aufbau der Freihandelszone zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay war im Sommer 2019 nach jahrelangen Verhandlungen eine Grundsatzeinigung erzielt worden. Der Deal wird nun allerdings von mehreren EU-Staaten wie Frankreich oder Österreich infrage gestellt. Kritiker befürchten, dass europäische Landwirte in einen Preiskampf gezwungen werden und gleichzeitig mehr Regenwald in Südamerika zerstört wird.

Die EU-Kommission versucht seit Jahren, einen Kompromiss zu ermöglichen. Sie verweist immer wieder darauf, dass das Abkommen Unternehmen in der EU Milliardenbeträge an Zöllen ersparen und die Exporte ankurbeln könnte.