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Vor der Lieferung in die Ukraine: USA sollen heimlich ihre HIMARS-Raketenwerfer eingeschränkt haben

Das Artillerie-Raketensystem HIMARS (High Mobility Artillery Rocket System). - Copyright: picture alliance / Geisler-Fotopress | Kento Nara/Geisler-Fotopress
Das Artillerie-Raketensystem HIMARS (High Mobility Artillery Rocket System). - Copyright: picture alliance / Geisler-Fotopress | Kento Nara/Geisler-Fotopress

Einem Bericht des US-amerikanischen Magazins "Wall Street Journal" zufolge haben die USA ihre HIMARS-Raketenwerfer (High Mobility Artillery Rocket System) heimlich angepasst, bevor sie sie an das ukrainische Militär lieferten.

US-Beamte sagten dem Magazin, dass die Raketenwerfer durch die Änderungen nicht mehr in der Lage seien, Langstreckenmunition abzufeuern. Zum Beispiel Raketen des "US Army Tactical Missile System" (ATACMS), die eine Reichweite von über 300 Kilometern haben. Stattdessen arbeiten die Raketenwerfer nun mit Munition mit kürzerer Reichweite. Sie kann zwar russische Truppen, die ukrainisches Gebiet besetzen, treffen, aber reicht nicht mehr weit nach Russland hinein.

Die USA wollen wohl eine Eskalation des Krieges verhindern

Hintergrund der Anpassungen der Raketenwerfer ist wohl der, dass sich die USA bereits wiederholt dagegen ausgesprochen hatte, der Ukraine Waffen zu liefern, die zu einer Eskalation des Krieges führen könnten. Sie wiesen die ukrainischen Argumente zurück, dass das Land jedes mögliche Mittel benötige, um die Invasion abzuwehren.

Weiterhin sollen die USA wohl besorgt gewesen sein, dass die Ukraine Langstreckengeschosse von anderen Ländern erwerben könnte – auch wenn die USA selbst keine ATACMS-Raketen abgibt, berichtet das "Wall Street Journal".

"Wenn Washington beschließt, Kiew Raketen mit größerer Reichweite zu liefern, überschreitet es eine rote Linie und wird zu einer direkten Konfliktpartei", sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, im September laut Reuters.

Bislang hat die USA mindestens 20 HIMARS-Raketen an die Ukraine geliefert

Seit Juni haben die USA der Ukraine mindestens 20 HIMARS-Raketen geliefert. Im September wurde berichtet, dass ein neues US-Waffenpaket im Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 1,05 Milliarden Euro) die Zahl der im Land operierenden Raketenwerfer mehr als verdoppeln würde.

Die hochpräzisen Raketenwerfer sind eine wichtige Ergänzung des ukrainischen Waffenarsenals, da sie es der Ukraine ermöglichen, weit entfernte russische Stellungen anzugreifen und dann schnell genug zu verschwinden, bevor es zu Vergeltungsmaßnahmen kommt.

Yegor, Ivan, Valeriya und Nadiia kommen aus den russisch annektierten Gebieten in der Ukraine.
Yegor, Ivan, Valeriya und Nadiia kommen aus den russisch annektierten Gebieten in der Ukraine.

Dieser Artikel wurde von Joana Lehner aus dem Englischen übersetzt. Das Original lest ihr hier.