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Lieferschwierigkeiten dämpfen deutsche Exporterwartungen – Autohersteller und chemische Industrie besonders betroffen

·Lesedauer: 2 Min.
Ein Container der Maersk Line wird im Hafen von Mannheim Deutschland verladen. Lieferengpässe und stark gestiegene Containerpreise treffen derzeit den Welthandel
Ein Container der Maersk Line wird im Hafen von Mannheim Deutschland verladen. Lieferengpässe und stark gestiegene Containerpreise treffen derzeit den Welthandel

Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung senkt die Exporterwartungen im Oktober 2021 um 36 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Exporterwartungen sind demnach von 20,5 Punkte im September auf 13,0 Punkte im Oktober gefallen. „Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie hat einen deutlichen Dämpfer erhalten", sagt Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts. Fuest begründet die schlechtesten Werte seit Februar 2021 mit den globalen Lieferschwierigkeiten: „Die Lieferprobleme bei den Vorprodukten schlagen nun auf die Exporte der Industrie durch", sagt der Ifo-Präsident.

Betroffen von den schlechten Exporterwartungen ist die Elektrobranche. Doch die Konjunkturumfrage des ifo-Instituts zeigt, dass die Unternehmen dennoch mit einem guten Auslandsgeschäft rechnen. Die Aussichten in der chemischen Industrie und in der Autoindustrie sind weniger optimistisch: „Die Zuwachsraten werden deutlich kleiner ausfallen", sagt Clemens Fuest. Mit einem konstanten Exportgeschäft kann laut Ifo-Zahlen die Nahrungsmittel- und Möbelindustrie rechnen.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober angesichts anhaltender Probleme im globalen Handel generell erneut verschlechtert. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, fiel gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf 97,7 Zähler. Es ist der vierte Rückgang in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas moderateren Rückgang auf 98,0 Punkte gerechnet.

„Lieferprobleme machen den Firmen zu schaffen", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Kapazitätsauslastung in der Industrie sinke. „Sand im Getriebe der deutschen Wirtschaft hemmt die Erholung." Die befragten Unternehmen bewerteten vor allem die Aussichten ungünstiger. Erneut haben die anhaltenden Probleme im internationalen Warenhandel, die überwiegend auf die Corona-Pandemie zurückgehen, die Stimmung belastet.

Die Verschlechterung ist im Grunde keine Überraschung, andere Umfrageindikatoren wie die Markit-Einkaufsmanagerindizes hatten bereits darauf hingedeutet. Die Eintrübung betraf alle untersuchten Bereiche mit Ausnahme der Baubranche. Unter den Dienstleistern wurden allein die laufenden Geschäfte etwas besser bewertet. Dies dürfte eine Folge geringerer Corona-Beschränkungen sein.

„Aus der Corona-Krise ist eine Knappheitskrise geworden“, erklärte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die Materialknappheiten lasteten schwer auf der Industrie.

mit Material von dpa

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