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Wieder Lieferprobleme bei AstraZeneca: EU bekommt nur die Hälfte der versprochenen Wochenlieferung

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.

Schon wieder Lieferprobleme bei AstraZeneca: Die Europäische Union wird diese Woche nur die Hälfte der versprochenen Impfdosen vom britisch-schwedische Hersteller erhalten. Das berichtet die „Financial Times“ (FT). Das Unternehmen behaupte, es handele sich lediglich um eine Verzögerung — aufgrund von Problemen bei der Prüfung einer Charge des Impfstoffs.

Der Hersteller wird demnach nur 1,3 Millionen Dosen an die Mitgliedsstaaten sowie Island und Norwegen ausliefern. Mitte März hatte er für diese Woche eigentlich 2,6 Millionen Dosen des Vakzins angekündigt, so die FT. Die Kürzungen entsprächen damit 49 Prozent der versprochenen Liefermenge und seien gleichmäßig auf alle Länder verteilt.

Lieferprognose von 70 Millionen Dosen für das zweite Quartal soll eingehalten werden

AstraZeneca gab der FT an, die EU schon letzte Woche über die notwendigen Testungen der Charge informiert zu haben. Die Lieferprognose von 70 Millionen Dosen im zweiten Quartal werde trotzdem eingehalten. Kleine Schwankungen seien bei den individuellen Wochenlieferungen durchaus normal, habe das Unternehmen zudem mitgeteilt. Das Läge an Faktoren wie Qualitäts- und Sicherheitstests oder an der Auslieferung und Verteilung.

Diese neuerlichen Verzögerungen dürften die EU-Mitgliedsstaaten allerdings weiter verärgern. Bereits für das erste Quartal 2021 hatte AstraZeneca seine Lieferversprechen nach unten korrigiert, bevor der Hersteller die Prognose für das zweite Quartal um mehr als die Hälfte senkte. Die Lieferschwierigkeiten hatten außerdem zu Spannungen zwischen der EU und Großbritannien geführt. Unter anderem waren Exportverbote für den Impfstoff diskutiert worden. Wie die FT schreibt, könnten die Ausfälle bei den Lieferungen auch die Impfkampagnen der EU-Staaten weiter ausbremsen — obwohl das Vakzin im zweiten Quartal schon weniger wichtig sei als im ersten.

„Das passiert die ganze Zeit“

Eine Person, die mit der Auseinandersetzung zwischen dem Pharmakonzern und den EU-Mitgliedsstaaten vertraut ist, sagte der FT, dass es diese Woche quasi keine Lieferung geben werden. Dasselbe werde nächste Woche passieren. „Das passiert die ganze Zeit“, so die FT.

Die Person habe der Zeitung auch gesagt, dass die Korrekturen der Lieferprognose diese Woche sehr kurzfristig kommuniziert worden seien. Der Hersteller habe den Mitgliedsstaaten erklärt, dass die Probleme hauptsächlich auf die die Produktion zurückzuführen sei. Es würde in den Fertigungsanlagen schlicht zu wenig Impfstoff produziert.

AstraZeneca selbst habe diese Darstellung allerdings dementiert. Auch wenn es zu früheren Zeitpunkten durchaus Schwierigkeiten bei der Fertigung gegeben habe, handele es sich diesmal nicht um ein Produktionsproblem.

sb