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Liefermangel in Supermärkten: Jetzt müssen Fake-Lebensmittel herhalten

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Ungewohntes Bild in vielen Supermärkten: Lieferengpässe sorgen weltweit für leere Regale. Damit das nicht so auffällt, tricksen nun einige Ladeninhaber in Großbritannien.

Um über Lieferengpässe hinwegzutäuschen, tricksen Händler unter anderem am Gemüseregal. (Bild: Getty Images)
Um über Lieferengpässe hinwegzutäuschen, tricksen Händler unter anderem am Gemüseregal. (Bild: Getty Images)

Aufgrund der Corona-Pandemie kämpfen derzeit viele Branchen weltweit mit Lieferengpässen. Vielerorts bleiben die Regale leer. Auch der Lebensmittelhandel leidet unter dem Problem.

Besonders betroffen ist derzeit Großbritannien, denn dort sorgt der Brexit für zusätzliche Schwierigkeiten. Auf den britischen Inseln fehlt es seit Wochen an vielem. Neben Lebensmitteln, herrscht Kraftstoffknappheit an Tankstellen und viele Branchen klagen über fehlende Arbeitskräfte. Vor allem werden auch LKW-Fahrer gesucht.

Riesenspargel und Papp-Weichspüler

Einige britische Supermärkte versuchen diesen Eindruck zu kaschieren und setzen mittlerweile auf Fake-Waren, die leere Stellen in den Regalen füllen, wie Tag24 berichtet.

Statt echtem Spargel und Salat, werden Körbe mit Fotos von Gemüse präsentiert. Das gleiche Bild beim Waschmittel – statt echtem Weichspüler steht eine Fotografie davon im Regal. Das wirkt auf viele Kunden skurril. Über Twitter teilten einige Nutzer Bilder, auf denen die Fake-Lebensmittel zu sehen sind. So wie etwa von Großbritanniens größter Handelskette Tesco, bei der bedruckte Kartons leere Kisten abdecken.

"Ich liebe es, dass der Spargel in UK so groß wird. Es ist unser Klima, da bin ich mir sicher", so der ironische Kommentar einer Twitter-Userin zu einem Foto vom bebilderten Gemüseregal.

Ein anderer Nutzer postete ein Bild von scheinbar riesigen Karotten und schrieb dazu: „Leckere Karotten aus Pappe. Fakenham Tesco letzte Woche“.

Ein weiterer Post zeigt eine komplett leere Regalreihe, in der Salat hätte stehen sollen. Stattdessen decken Fotos mit gigantischen Salatblättern die Körbe ab.

Und wer bei folgendem Post ganz genau hinschaut, kann erkennen, dass drei Reihen des Waschmittelregals mit Fotoattrappen gefüllt wurden. Echt sind nur die angeschriebenen Preise, die man zahlen müsste, wenn man die Waschmittel kaufen könnte.

Auf Anfrage der britischen Zeitung Metro streitet Tesco einen Zusammenhang zwischen den Papplebensmitteln und Lieferengpässen ab. Darüber hinaus habe der Konzern darauf beharrt, dass die allgemeine Verfügbarkeit stark sei.

Die Bilder von Lebensmitteln würden bereits seit vielen Monaten verwendet und würden von Geschäften eingesetzt, bis die nächste Lieferung ankomme.

"Die Verfügbarkeit in einigen Produktkategorien kann variieren, aber es sind Alternativen verfügbar und die Geschäfte werden weiterhin täglich beliefert“, erklärt Tesco.

Viele andere Geschäfte verzichten dagegen auf Lebensmittelattrappen und lassen die Regale ganz einfach leer stehen.

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