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Lieferengpässe und höhere Kosten belasten Diagnostikspezialisten Stratec

BIRKENFELD (dpa-AFX) - Der Diagnostikspezialist Stratec <DE000STRA555> hat im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisrückgang verzeichnet. Lieferkettenprobleme, höhere Kosten sowie eine pandemiebedingte starke Vorjahresentwicklung waren der Grund dafür, wie das Unternehmen am Montag in Birkenfeld mitteilte. Der Umsatz sank um 11,9 Prozent auf 137,2 Millionen Euro. Neben Lieferrückständen belasteten dabei auch die Verschiebung von Umsätzen aus Entwicklungsprojekten in das dritte Quartal.

Die bereinigte operative Marge verschlechterte sich vorläufigen Berechnungen zufolge von 22,1 Prozent auf 15,4 Prozent. Neben höheren Kosten, die Stratec nur verzögert an die Kunden weitergeben kann, wirkten sich auch negative Bewertungseffekte im Zusammenhang mit teilweise mehrjährigen Währungssicherungsgeschäften aus. Auf der Handelsplattform Tradegate gab die Aktie am Abend um 1,1 Prozent nach.

Stratec gehe davon aus, die im ersten Halbjahr entstandenen Lieferrückstände innerhalb der nächsten Monate aufholen zu können, hieß es weiter. Zudem sei wegen Produkteinführungen sowie einer insgesamt niedrigeren Vorjahresvergleichsbasis eine Belebung der Umsatzdynamik in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Vor diesem Hintergrund und auf Basis aktueller Bestellungen sowie Bestellprognosen seitens der Kunden bestätige das Unternehmen seine Prognosen für 2022. Auf Basis konstanter Wechselkurse erwarte Stratec also weiter einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Die bereinigte Ebit-Marge soll bei 16,5 Prozent bis 18,5 Prozent liegen, nach 18,9 Prozent im Vorjahr. Weitere Details sollen am 10. August veröffentlicht werden.

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