Deutsche Märkte geschlossen

Lidls erfolgreicher Start in den USA hat Folgen, mit denen niemand gerechnet hätte

Christoph Damm
Lidl will den US-Markt erobern. Bislang scheint die Strategie des deutschen Discounter-Riesen aufzugehen.

Es waren Bilder, wie man sie sonst nur von den Apple-Stores kennt. Hunderte Menschen stehen vor der Filiale, die gleich neu eröffnet wird. Bewaffnet mit einem Einkaufswagen kämpfen die Menschen um die besten Plätze direkt vor der Eingangstür.

Es ist der 15. Juni 2017 in den USA — aber die Menschen wollen nicht das neueste Smartphone aus dem Hause Apple, sondern sie wollen die erste US-Filiale des Discounters Lidl besuchen. Schon damals wurde deutlich: Lidl und die USA — das passt offenbar.

Experte rechnet mit schnellerer Lidl-Expansion als erwartet

Heute, etwa drei Monate später, bestätigt sich dieser erste Eindruck. Bis Ende September sollen bereits 37 Filialen eröffnet sein — die meisten davon, 14 an der Zahl, an der Ost-Küste im Bundesstaat Virginia. Dahinter folgt North Carolina mit 13 und South Carolina mit 8 Filialen. Auch in Delaware und Georgia wurde bereits je eine Filiale eröffnet. Bis Ende des Jahres sollen allein in diesen Staaten noch insgesamt 30 weitere Filialen eröffnet werden, schreibt der Einzelhandels-Experte Walter Loeb bei „Forbes.com“.

Doch Lidl will auch in andere Staaten expandieren: Loeb erklärt, bis Mitte 2018 könnten bereits 125 bis 150 Filialen an der Ost-Küste eröffnet haben. Diese Anzahl läge dann sogar über den Plänen des deutschen Discounter-Riesen — doch der Experte ist sicher, dass das Wachstum schneller ablaufen werde, als Lidl es prognostiziert.

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