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Libyens Zentralbank beschließt einheitlichen Dollar-Wechselkurs

·Lesedauer: 2 Min.

TRIPOLIS (dpa-AFX) - Bei seinem ersten Treffen nach rund fünf Jahren hat sich der Vorstand der Zentralbank in Libyen auf einen landesweit einheitlichen Wechselkurs der Landeswährung zum US-Dollar geeinigt. Ab 3. Januar werde ein Dollar zum Kurs von 4,48 libyschen Dinar gehandelt, teilte die Zentralbank am Mittwoch mit. Derzeit liegt der offizielle Wechselkurs bei 1,4 Dinar. Die Vereinten Nationen sprachen nach dem Treffen von einem "wichtigen und dringenden" Schritt.

Im Machtkampf der konkurrierenden Regierungen in Libyen spielt die Zentralbank eine wichtige Rolle. Von dort werden auch Gehälter von Regierungsmitarbeitern gezahlt - sowohl für die international anerkannte Regierung mit Sitz in Tripolis als auch für das Parlament mit Sitz im Osten des Landes. Der Vorstand der Zentralbank hatte sich ebenfalls gespalten, was zu unterschiedlichen Wechselkursen im Land führte. Diese sollen zum Januar nun vereinheitlicht werden.

In den kommenden Wochen will der Vorstand weitere Hürden mit Blick auf den libyschen Finanz- und Bankensektor angehen. Das Bürgerkriegsland steckt in einer Liquiditätskrise. Ein Grund dafür ist das allgemeine Misstrauen der Menschen in den Bankensektor und der damit verbundene Mangel an ausländischer Währung. Die Wirtschaft Libyens basiert heute weitgehend auf Bargeld. Die Staatseinnahmen des nordafrikanischen Landes sind stark vom Ölgeschäft abhängig.

Gespräche über Schritte zu einer Einheitsregierung, die das Land zu Wahlen im Dezember 2021 führen soll, blieben bislang erfolglos. "Bisher können Sie sich weiterhin nicht auf einen Weg nach vorn einigen", sagte die amtierende UN-Sondergesandte Stephanie Williams am Dienstag nach einem zweitägigen Treffen der Konfliktparteien. Die UN hatten für dieses "Dialogforum" 75 Teilnehmer ausgewählt, die sich bereits mehrfach virtuell sowie persönlich in Tunesien trafen. "Die Uhr tickt und wir haben eine gemeinsame Verantwortung gegenüber dem libyschen Volk, diesen Prozess voranzutreiben", sagte Williams.