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Von der Leyen kritisiert Astrazeneca wegen Lieferschwierigkeiten

·Lesedauer: 1 Min.

BRÜSSEL (dpa-AFX) - EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat den Pharmakonzern Astrazeneca <GB0009895292> wegen der Lieferschwierigkeiten seines Corona-Impfstoffs kritisiert. Die Firma werde im zweiten Quartal nach derzeitigen Angaben nur etwa 70 Millionen Dosen liefern, sagte die deutsche Politikerin am Mittwoch in Brüssel. "Das sind erheblich weniger als die 180 Millionen, die sie vertraglich zugesagt haben, zu liefern." Bei Astrazeneca sei noch "viel Luft nach oben".

An dem Ziel, dass bis Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der EU vollständig geimpft sein sollen, hielt von der Leyen fest. Der Start der Impfkampagne sei zwar schwierig gewesen. Doch man habe Fortschritte gemacht. Biontech <US09075V1026>/Pfizer und Moderna <US60770K1079> hielten ihre Lieferverträge ein.

"Jetzt müssen wir uns auf die Zeit bis zum Sommer konzentrieren", sagte von der Leyen. Die Impfstofflieferungen würden zunehmen. Bislang sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen.

Von Biontech/Pfizer sollen von der Leyen zufolge von April bis Juni 200 Millionen Dosen und von Moderna 35 Millionen kommen. Im Laufe des Aprils komme zudem das Vakzin von Johnson & Johnson <US4781601046> hinzu, von dem im zweiten Quartal etwa 55 Millionen Dosen erwartet würden. Anders als die anderen Impfstoffe müsse dieses Präparat nur einmal verabreicht werden.

Falls Astrazeneca seine Zusagen für das erste Quartal einhalte, würden bis Ende März von allen Herstellern 100 Millionen Dosen geliefert, sagte von der Leyen.