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Letzte Gemeinde entscheidet über Pläne für Northvolt-Batteriefabrik

HEIDE (dpa-AFX) -Für die Pläne einer Batteriefabrik für Elektroautos bei Heide gibt es noch eine letzte große Hürde. Am Montagabend wollen die Gemeindevertreter des kleinen Norderwöhrden mit weniger als 300 Einwohnern über die geplante Milliardeninvestition des schwedischen Unternehmens Northvolt entscheiden. Nach den Gemeinden ist dann der Kreis am Zug, der Northvolt die Baugenehmigung erteilen muss.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Menschen dort positiv entscheiden werden", sagte der CDU-Landtagsabgeordnete der Region, Andreas Hein. "Das wäre eine neue Ära für Dithmarschen und Schleswig-Holstein."

Das Werk soll auf dem Grund von Norderwöhrden und Lohe-Rickelshof entstehen. Die Gemeindevertretung in der Nachbargemeinde hat am Donnerstag bereits einstimmig alle drei notwendigen Beschlüsse getroffen. Norderwöhrdens Bürgermeister Kay Uwe Evers hat sich im Vorfeld der Sitzung zuversichtlich gezeigt, dass in seiner Gemeinde die knappe Mehrheit von vier zu drei Stimmen weiter steht. Zwar gehe es um einen erheblichen Eingriff ins Landschaftsbild. Aber die Region könne von der Fabrik profitieren.

Northvolt will in der Fabrik ab 2026 Batteriezellen für E-Autos herstellen. Durch die 4,5 Milliarden Euro teure Investition sollen 3000 Arbeitsplätze entstehen. Das Unternehmen habe in das Bauvorhaben in Heide bereits rund 100 Millionen Euro an eigenen Mitteln investiert, heißt es aus dem Projektumfeld. Parallel soll eine Anlage zum Recycling von Altbatterien ausrangierter E-Autos entstehen.

Der Aufbau einer Batteriezellproduktion in Deutschland sei zwingende Voraussetzung dafür, die deutsche Automobilindustrie international wettbewerbsfähig und zukunftsfähig zu halten, erklärte am Sonntag der Chef der Staatskanzlei in Kiel, Dirk Schrödter (CDU). Deutschland müsse die Dekarbonisierung, also die Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen, vorantreiben. "Dazu leistet eine eigene Batteriezellproduktion einen bedeutenden Anteil, da Northvolt in Heide die grünste Autobatterie weltweit herstellen möchte." Für Schleswig-Holstein sei das ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum ersten klimaneutralen Industrieland.

Die Fabrik gilt als eines der größten Industrieprojekte im nördlichsten Bundesland seit Jahrzehnten. Northvolt selbst hat mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Durchführungsvertrags seine finale Entscheidung für den Standort Dithmarschen längst getroffen. Dabei hatte es vor einiger Zeit noch so ausgesehen, als könne sich der Bau in Norddeutschland verzögern. Als Gründe hatte Northvolt-Chef Peter Carlsson zwischenzeitlich die vergleichsweise hohen Strompreise in Deutschland und höhere Subventionen in den USA genannt.

Am 8. Januar machte die EU-Kommission den Weg für Fördermittel und Garantien von Bund und Land in Höhe von 902 Millionen Euro für Northvolt frei. Bund und Land fördern das Projekt mit rund 700 Millionen Euro. Hinzu kommen Garantien über weitere 202 Millionen Euro. Von den Fördermitteln entfallen etwa 564 Millionen Euro auf den Bund und bis zu 137 Millionen Euro auf das Land. Die Förderung verteilt sich auf mehrere Jahrestranchen.