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Leoni-Großaktionär baut Anteil weiter aus – deutet sich hier eine Übernahme an?

Historischer Drahtzieher mit Handarbeit

Der Kabelspezialist Leoni (WKN: 540888) hat in den vergangenen Jahren mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Das hat den Aktienkurs des einstmals erfolgreichen Autozulieferers innerhalb der vergangenen drei Jahre um mehr als 60 % auf aktuell 15,21 Euro (Stand: 02.07.2021) abstürzen lassen.

Dabei hat sich der Kurs in den vergangenen zwölf Monaten schon kräftig erholt. Zeitweise kostete ein Anteilsschein sogar weniger als 5 Euro.

Pierer kauft kräftig Leoni-Aktien

Diese Schwäche hat die österreichische Pierer Industrie AG genutzt und sich einen großen Anteil Automobilzulieferer gesichert. Der Grundstein für die Beteiligung wurde schon vor Jahren gelegt. Im Oktober 2018 hatte Pierer mitgeteilt, mehr als 3 % der Stimmrechte an Leoni zu halten. Damals kosteten die Aktien noch mehr als 30 Euro. Im vergangenen Jahr hat Pierer dann angefangen massiv weitere Aktien zu kaufen. Im November 2020 wurde das Überschreiten der Marke von 5 % der Stimmrechte gemeldet.

Und von da an ging es kontinuierlich weiter rauf. Nach letztem Stand befinden sich mehr als 15 % der Leoni-Aktien im Besitz von Pierer. Aber auch das ist den Österreichern noch nicht genug. Vor einigen Tagen wurde ein Angebot zum Erwerb von weiteren bis zu 9,6 % der Aktien veröffentlicht. Wie erfolgreich das Angebot sein wird, ist aber sicherlich fraglich. Denn der gebotene Kaufpreis liegt mit 12,50 Euro deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs.

Insgesamt hat Pierer hier aber wohl sehr gutes Timing bewiesen. Denn da ein guter Teil der Käufe im letzten Jahr passiert ist, dürfte der Kaufpreis extrem niedrig gewesen sein. In diesem Jahr hat der Kurs dann schon wieder kräftig zugelegt. Und das aus gutem Grund!

Leoni kehrt in die Gewinnzone zurück

In den vergangenen Jahren hat Leoni Jahr für Jahr hohe Verluste und sinkende Umsätze verbucht. In den Geschäftsjahren 2019 und 2020 hat der Konzern zusammengerechnet mehr als 700 Mio. Euro verloren. Die enorm hohen Verluste haben dazu geführt, dass das Unternehmen inzwischen extrem hoch verschuldet ist. Am Ende des ersten Quartals des laufenden Jahres standen mehr als 1,6 Mrd. Euro an langfristigen Finanzverbindlichkeiten in der Bilanz.

Diesen enormen Schuldenberg abzutragen wird Leoni viel Kraft und Ausdauer kosten. Aber es gibt auch endlich einen Hoffnungsschimmer. Denn im ersten Quartal konnte Leoni wieder einen Gewinn erzielen. Nach Steuern sind fast 28 Mio. Euro übrig geblieben. Das ist zumindest ein Zeichen, dass die Sanierung langsam Früchte trägt. Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, könnte das auch den Aktienkurs weiter in die Höhe treiben. Dass Leoni wieder auf der Erfolgsspur zu sein scheint, könnte das Interesse noch steigern.

Folgt die Komplettübernahme?

Denn es ist wohl davon auszugehen, dass Großaktionär Pierer mit der Beteiligung nicht nur auf Kursgewinne aus ist. Vielmehr dürfte es sich um eine strategische Beteiligung handeln. In dem Fall ist es nicht auszuschließen, dass es irgendwann ein Angebot zum Erwerb der restlichen Anteile geben wird.

Der Artikel Leoni-Großaktionär baut Anteil weiter aus – deutet sich hier eine Übernahme an? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

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