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Lemke für Entschädigung bei Verspätung trotz Güterzug-Priorisierung

BERLIN (dpa-AFX) - Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke (Grüne) und Verbraucherschützer haben sich für eine Entschädigung von Bahnkunden ausgesprochen auch bei Verspätungen durch die Priorisierung von Güterzügen. "Mir ist wichtig, dass die Beeinträchtigungen für Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden und dass sie bei Problemen schnell und unbürokratisch entschädigt werden", sagte Lemke den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch die Chefin der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Ramona Pop, macht sich dafür stark, dass die Entschädigungsansprüche gemäß der Europäischen Bahngastrechteverordnung eingehalten werden müssen.

Die Bundesregierung will Energietransporten auf der Schiene - wie Kohle und Öl - in den nächsten sechs Monaten Vorfahrt vor Personenzügen einräumen, um die Versorgung von Kraftwerken mit Brennstoffen zu gewährleisten und den Betrieb von Raffinerien und Stromnetzen zu gewährleisten. Das hatte das Kabinett diese Woche beschlossen.