Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.490,17
    -161,58 (-1,03%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.130,84
    -39,03 (-0,94%)
     
  • Dow Jones 30

    34.584,88
    -166,44 (-0,48%)
     
  • Gold

    1.753,90
    -2,80 (-0,16%)
     
  • EUR/USD

    1,1732
    -0,0040 (-0,34%)
     
  • BTC-EUR

    40.156,84
    -910,04 (-2,22%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.193,48
    -32,05 (-2,62%)
     
  • Öl (Brent)

    71,96
    -0,65 (-0,90%)
     
  • MDAX

    35.292,99
    -264,89 (-0,74%)
     
  • TecDAX

    3.882,56
    -18,41 (-0,47%)
     
  • SDAX

    16.869,53
    -0,82 (-0,00%)
     
  • Nikkei 225

    30.500,05
    +176,71 (+0,58%)
     
  • FTSE 100

    6.963,64
    -63,84 (-0,91%)
     
  • CAC 40

    6.570,19
    -52,40 (-0,79%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.043,97
    -137,96 (-0,91%)
     

Betreiber des Chemieparks in Leverkusen haben keine Hoffnung auf überlebende Vermisste

·Lesedauer: 2 Min.
Rauchsäule über dem brennenden Tanklager

Einen Tag nach der schweren Explosion im Leverkusener Chemiepark mit mindestens zwei Toten hat die Betreiberfirma keine Hoffnung mehr, die fünf noch vermissten Menschen lebend zu finden. "Wir gehen davon aus, dass wir sie nicht mehr lebend finden", sagte Frank Hyldmar, Geschäftsführer von Currenta, am Mittwoch in Leverkusen. Unterdessen ging die Suche nach den Vermissten weiter. Die Unglücksursache blieb weiterhin unklar.

Vier der Vermissten seien Mitarbeiter von Currenta. Bei einem handele es sich um einen Mitarbeiter einer externen Firma. Auch einer der Toten sei bei einem externen Unternehmen angestellt gewesen. "Es lässt sich nicht in Worte fassen, was die Angehörigen durchmachen", sagte Arbeitsdirektor Wolfgang Homey.

Auch der Leiter des Parks, Lars Friedrich, sprach in einem am Mittwoch auf Twitter veröffentlichten Video von "schwindender" Hoffnung. Über Nacht seien Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen worden. Derzeit werde alles vorbereitet, damit die Ermittlungen zur Unglücksursache beginnen können.

Wie hoch der Schaden für Currenta nach der Explosion ist, blieb unklar. Das Unternehmen sagte eine weitere Zusammenarbeit mit den Behörden zu. "Wir werden alles tun, um dieses schreckliche Ereignis aufzuklären", sagte Hyldmar.

Mindestens zwei Mitarbeiter kamen am Dienstagvormittag bei der Explosion mit anschließendem Großbrand in Leverkusen ums Leben. 31 weitere wurden verletzt, davon einer schwer. Laut Werksleitung ereignete sich die Explosion im Tanklager der Sondermüllverbrennungsanlage des Chemieparks, in der Produktionsrückstände der dort ansässigen Firmen gesammelt und entsorgt werden. Drei Tanks mit organischen Lösungsmitteln gerieten in Brand. Darin befanden sich nach ersten Schätzungen der Betreiber 600.000 bis 900.000 Liter Lösungsmittel.

Wegen des Unglücks wurden mehrere Autobahnen in der Umgebung des Chemieparks zeitweise gesperrt, wegen der Rauchwolke wurden Warnungen an die Bevölkerung herausgegeben. Bürger waren aufgerufen, Wohnungen und Häuser nicht zu verlassen sowie das betroffene Gebiet zu meiden.

Ob die Rauchwolke und daraus herabfallende Niederschläge giftige Stoffe enthielten, blieb weiter unklar. Die Analysen dazu liefen. Aktuell gehe keine Gefahr von den Rußpartikeln aus, sagte ein Sprecher der städtischen Feuerwehr am Mittwoch. Dennoch sollten diese nicht in Wohnräume getragen werden. Der Sprecher empfahl, Schuhe vor der Haustür abzustellen. Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten solle vorsichtshalber abgewaschen werden.

Die für Leverkusen zuständige Polizei Köln richtete am Mittwoch eine Ermittlungsgruppe ein. Diese ermittele wegen der fahrlässigen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt, wie die Polizei mitteilte. Während einer der Toten noch vor Ort starb, erlag der zweite am Dienstagabend seinen Verletzungen im Krankenhaus. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.

Einsatzkräfte könnten den Unglücksort derzeit nur stark eingeschränkt betreten. Für einen Überblick wurden Drohnen eingesetzt. Feuerwehr und Polizei werden voraussichtlich noch mehrere Tage am Brandort im Einsatz sein.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach den Angehörigen am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags sein Beileid aus. Er sei "in Gedanken bei den Angehörigen der Toten und den anderen Betroffenen". Er hoffe, dass die Vermissten schnell gefunden würden.

ald/cha

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.