Blogs auf Yahoo Finanzen:

Leistungsschutzrecht: Offenbar Rückschlag für Verlage

Im Ringen um die Verwendung von Presseerzeugnissen durch Suchmaschinenbetreiber haben die Zeitungsverlage offenbar einen Rückschlag erlitten. Nach Medienberichten einigten sich Vertreter der Koalition darauf, Google und anderen Suchmaschinenbetreibern nun doch die kostenfreie Verwendung von knappen Auszügen aus den Texten der Verlage zu erlauben. Ein entsprechender Passus im Gesetzentwurf sei geändert worden, meldeten "Spiegel Online" sowie die Zeitung "Die Welt".

"Der Hersteller eines Presseerzeugnisses hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen - es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte", zitiert die "Welt" aus dem überarbeiteten Entwurf. Er soll am Mittwoch im Rechtsausschuss des Bundestags beraten und am Freitag dem Plenum zur Abstimmung vorgelegt werden.

Die Änderung bedeutet, dass Google und andere Suchmaschinen in der Liste der Suchergebnisse oder in Diensten wie Google News lizenzfrei kurze Textanrisse aufführen dürfen. Die Verlage hatten gefordert, dass selbst kleinste Textschnipsel aus ihren Angeboten kostenpflichtig sein müssten.

In der Begründung der entscheidenden Änderung am ursprünglichen Gesetzentwurf heißt es laut "Spiegel Online": "Die Empfehlung soll sicherstellen, dass Suchmaschinen und Aggregatoren ihre Suchergebnisse kurz bezeichnen können, ohne gegen Rechte der Rechteinhaber zu verstoßen." Die genaue Länge der erlaubten Textschnipsel steht laut "Spiegel Online" allerdings bislang nicht im überarbeiteten Entwurf.

Google hatte gegen das ursprüngliche Gesetzesvorhaben zum Leistungsschutzrecht eine groß angelegte Kampagne im Internet und in Zeitungen gestartet. Verleger wiederum beklagen seit langem, dass Suchmaschinen von der Arbeit der Redaktionen profitieren, ohne dafür eine angemessene Gegenleistung zu erbringen. Google erzielt Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe, indem es seine Trefferlisten mit kommerziellen Anzeigen verknüpft.

Meistgelesene Artikel - Yahoo Finanzen

  • Mögliches Wrackteil von Flug MH370 entdeckt
    Mögliches Wrackteil von Flug MH370 entdeckt dpa - Mi., 23. Apr 2014 14:16 MESZ
    Mögliches Wrackteil von Flug MH370 entdeckt

    In Australien ist Treibgut angespült worden, das von dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug stammen könnte. Die Transportsicherheitsbehörde ATSB sowie der Flugzeughersteller Boeing untersuchten anhand von Fotos, ob es sich um Teile von Flug MH370 handelt.

  • Magine bringt deutsche TV-Programme ins Internet
    Magine bringt deutsche TV-Programme ins Internet

    Die schwedische Firma Magine setzt zusammen mit den Fernsehsendern zu einer Revolution auf dem deutschen TV-Markt an. Magine verbreitet die wichtigsten TV-Programme kostenlos über das Internet.

  • Apple-Chef bittet um Geduld für das nächste «große Ding»
    Apple-Chef bittet um Geduld für das nächste «große Ding»

    Wer von Apple ganze neue Produkte wie eine Computer-Uhr oder einen massiven Vorstoß ins Fernsehgeschäft erwartet, wird sich vorerst weiter gedulden müssen.

  • Verwirrspiel um Babykauf: Kunden und Vermittler waren Reporter
    Verwirrspiel um Babykauf: Kunden und Vermittler waren Reporter

    Kann man in Bulgarien ein Baby kaufen? Bei der Klärung dieser Frage sind zwei Teams verdeckter Reporter aufeinandergetroffen - als angebliche Kunden und als angebliche Verkäufer.

  • Flughafen Lübeck meldet Insolvenz an
    Flughafen Lübeck meldet Insolvenz an dpa - Mi., 23. Apr 2014 17:37 MESZ
    Flughafen Lübeck meldet Insolvenz an

    Der Flughafen Lübeck hat Insolvenz angemeldet. Es sei ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet worden, sagte eine Sprecherin des Amtsgericht Lübeck am Mittwoch.

 

Vergleichsrechner

  • Finanzglossar

    Finanzglossar

    Möchten Sie einen Finanzbegriff nachschlagen? Das Yahoo Finanzglossar hat die Antwort! … Mehr »