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Leid und Herrlichkeit des Coming-out

·Lesedauer: 2 Min.
Victor (Michael Cimino, rechts) und sein Freund Benji (George Sear) fahren für ein romantisches Wochenende aufs Land. (Bild: Disney)
Victor (Michael Cimino, rechts) und sein Freund Benji (George Sear) fahren für ein romantisches Wochenende aufs Land. (Bild: Disney)

Am Ende der ersten Staffel hatte Victor sein Coming-out - doch für den 16-Jährigen beginnen die Probleme nun erst recht. Gut, dass er in "Love, Victor" einen liebevollen Freund an seiner Seite hat.

Eltern, die wissen wollen, wie sie auf das Coming-out ihres Kindes NICHT reagieren sollten: bitte die zweite Staffel von "Love, Victor" gucken! Denn was der 16-jährige Victor in den ersten neuen Folgen der Serie (ab 18. Juni bei Disney+) von seinen Eltern zu hören bekommt, das wünscht man wirklich keinem schwulen Teenie.

Zur Erinnerung: Am Ende der ersten Staffel der Serie, die sich als eine Art Spin-off zum Kinoerfolg "Love, Simon" versteht, hatte sich der Highschool-Schüler gegenüber seinen Eltern geoutet. Zehn Folgen lang sah man Victor Salazar (Michael Cimino) dabei zu, wie er an seiner neuen Schule nach seinem Platz suchte, wie er seine Sexualität entdeckte und wie er sich schließlich in seinen Mitschüler Benji (George Sear) verliebte. In der letzten Folge dann das Coming-out, mit dem nun auch die neue Staffel beginnt.

Wann sich Victor denn dazu entschieden habe, schwul zu sein, will sein Vater (James Martinez) nach der Offenbarung seines Sohnes wissen, und seiner Mutter (Ana Ortiz) fällt nicht besseres ein, als das Gespräch auf den nächsten Morgen zu vertagen. Doch dazu kommt es nicht, denn Victors Mom beschließt, das Thema einfach totzuschweigen.

Victor (Michael Cimino, links) und Benji (George Sear) sind seit Ende der ersten Staffel ein Paar. (Bild: Disney)
Victor (Michael Cimino, links) und Benji (George Sear) sind seit Ende der ersten Staffel ein Paar. (Bild: Disney)

"Heute denkt jeder, ein Coming-out sei einfach"

"Heute denkt jeder, ein Coming-out sei einfach. Ist es aber nicht", sagt Victors Freund Benji einmal. Und genau darum geht es in den neuen Folgen der sympathischen Serie: dass es für einen schwulen oder lesbischen Teenager eben noch immer verdammt schwer ist, zu sich zu stehen. Vor allem dann, wenn es einem die Umwelt nicht einfach macht. Die eigene Familie, das war für Victor schließlich nur der erste Schritt. Der zweite, das sind die Mitschüler. Und Kinder können bekanntermaßen sehr grausam sein.

Dennoch ist "Love, Victor" auch in der zweiten Staffel weit davon entfernt, ein Problem an das andere zu reihen. Zwar werden auch die Sorgen und Nöte all der präzise gezeichneten Nebenfiguren weiter beleuchtet - Victors bester Freund Felix (Anthony Turpel) etwa muss sich um seine schwer depressive Mutter kümmern. Die Leichtigkeit und der Humor, mit denen die Serie in der ersten Staffel verzaubert hat, bleiben aber auch in den neuen Folgen erhalten. Da mögen die Probleme noch so groß sein, am Ende einer jeden Folge steht dem Zuschauer dennoch ein seliges Lächeln im Gesicht. Ein Coming-out mag auch heute noch schwierig sein - oftmals aber ist es auch eine ganz wundervolle Sache.

Victors Mutter (Ana Ortiz) hadert mit dem Coming-out ihres Sohnes. (Bild: Disney)
Victors Mutter (Ana Ortiz) hadert mit dem Coming-out ihres Sohnes. (Bild: Disney)
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