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Leichter Rückgang bei Verpackungsmüll im ersten Corona-Jahr 2020

BERLIN (dpa-AFX) -In Deutschland ist die Menge an Verpackungsmüll im ersten Pandemiejahr 2020 leicht zurückgegangen. Das geht aus jüngsten Daten des Umweltbundesamts (UBA) hervor, die das UBA an diesem Donnerstag veröffentlicht und die der dpa vorab vorlagen. Den UBA-Daten zufolge fielen 2020 insgesamt knapp 18,8 Millionen Tonnen Verpackungsabfall an - das entspricht einem Rückgang um 0,7 Prozent gegenüber 2019, als es noch 18,9 Millionen Tonnen waren. Pro Kopf seien es 1,7 Kilogramm weniger Müll gewesen und damit durchschnittlich 225,8 Kilogramm pro Jahr.

Es handelt sich demnach um den ersten Rückgang seit 2009. Die Daten für 2021 liegen dem UBA nach eigenen Angaben erst im kommenden Jahr vor.

Den Angaben zufolge ist der Rückgang vor allem auf den geringeren Verpackungskonsum im Gewerbe zurückzuführen. Dort ging der Verbrauch deutlich zurück - insbesondere bei den Verpackungen aus Stahl, wo es einen Rückgang um zehn Prozent gab. Auch der Verbrauch von Holzverpackungen wie Paletten oder Kisten sank um 6,6 Prozent sank.

Bei den Privathaushalten gab es dagegen einen Anstieg um 1,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Private Endverbraucher verursachten 2020 demnach 46 Prozent der gesamten Verpackungsmüllmenge, also mehr als 8,7 Millionen Tonnen (104,9 Kilogramm Abfall pro Kopf).

Allein der Verbrauch von Plastikverpackungen stieg nach einem Rückgang im Vorjahr wieder um 1,2 Prozent auf 3,2 Millionen Tonnen. Die Gesamtentwicklung in den privaten Haushalten führt das UBA auf den pandemiebedingt gesteigerten Konsum in den eigenen vier Wänden zurück - unter anderem bei Versandmaterial oder Essensverpackungen. Auch der Trend zum Heimwerken spiegele sich wider. So stieg der in den vorherigen Jahren rückläufige Weißblechverbrauch laut UBA-Daten wieder um 7,3 Prozent an. In Weißblech werden zum Beispiel Farben und Lacke verkauft.

UBA-Präsident Dirk Messner sieht im ersten Pandemiejahr insgesamt einen "senkenden Effekt" für den Verpackungsmüll. Es stehe "jedoch zu befürchten, dass dieser nicht von langer Dauer ist, ähnlich wie bei den Treibhausgasemissionen". Deswegen sei es wichtig, den Verpackungsverbrauch weiter zu senken, sagte Messner. Das gelinge etwa mit einer stärkeren Nutzung von Mehrwegverpackungen, einem niedrigeren Gesamtverbrauch und mehr Recycling.