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Lehrerverband: Eine Milliarde Euro für Nachhilfe reicht nicht

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Corona-"Aufholprogramm" zur Finanzierung von Nachhilfestunden für "absolut unzureichend". Vorgesehen ist dafür eine Milliarde Euro. "Ohne eine massive Aufstockung dieser Mittel durch zusätzliche Länderprogramme in mindestens gleicher, am besten aber dreifacher Höhe, werden die Fördermaßnahmen nicht wirklich greifen können", sagte der Verbandschef der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). Jetzt seien die Bundesländer in der Pflicht, sehr schnell ergänzende Maßnahmenpakete zu verabschieden.

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch ein zwei Milliarden Euro schweres Corona-"Aufholprogramm" für Kinder und Jugendliche beschlossen. Das Programm besteht aus zwei Säulen: Rund eine Milliarde Euro sollen in Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler gesteckt werden. Eine weitere Milliarde ist für die Aufstockung verschiedener sozialer Projekte vorgesehen, die Kinder, Jugendliche und Familien unterstützen, um auch in diesem Bereich Krisenfolgen abzufedern. Das Geld soll in diesem und im nächsten Jahr fließen und die Folgen der Corona-Maßnahmen bestmöglich abfedern.

"Allein ein Land wie die Niederlande wendet trotz erheblich geringerer Einwohnerzahl im Vergleich zu Deutschland ein Mehrfaches der Finanzmittel für die Sicherung der Bildungschancen nach Corona auf", sagte Meidinger. Er zeigte sich auch enttäuscht darüber, dass noch keine genaueren Informationen zur Ausgestaltung der Programme vorlägen. Die Zeit dränge enorm. "In sechs Wochen fangen in einigen Bundesländern schon die Sommerferien an."

Es wird davon ausgegangen, dass rund ein Viertel der rund elf Millionen Schüler in Deutschland Lernrückstände aufzuholen hat, weil sie mit dem sogenannten Fernunterricht kaum oder nur schlecht erreicht wurden.

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