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LEG-Chef fordert Gesetze für Temperatursenkung in Mietwohnungen

Der Chef des Wohnungskonzerns LEG hat Gesetzesänderungen für eine stärkere Absenkung der Mindesttemperatur in Mietwohnungen gefordert. "Wir brauchen für den Winter eine gesetzliche Möglichkeit, die Temperaturen stärker als bisher absenken zu dürfen", sagte LEG-Chef Lars von Lackum dem "Handelsblatt". Angesichts des Krieges in der Ukraine müsse der Bevölkerung in Deutschland "klargemacht werden", dass "jetzt Verzicht angesagt ist".

Der Chef von einem der größten privaten Wohnungskonzerne Deutschlands fügte hinzu, dass dies ein "Wärmeverzicht" sein werde. "Wir haben doch nichts davon, wenn wir es privat alle warm haben, aber niemand mehr zur Arbeit geht, weil die Firmen reihenweise die Produktion einstellen", sagte von Lackum. Er sprach sich gleichzeitig für ein Kündigungsmoratorium für Mieter aus; das wäre "eine sinnvolle Maßnahme".

Ein solches Verbot, Mietern etwa trotz nicht bezahlter Rechnungen nicht zu kündigen, löse jedoch nicht das Problem der Energiepreise, "denn die Kosten verschwinden ja nicht". Der LEG-Konzern gehe davon aus, "dass bundesweit bis zu 20 Prozent der Mieter das Problem mit den Energiepreisen finanziell alleine nicht mehr in den Griff bekommen", sagte von Lackum der Zeitung.

Sein Unternehmen gehe davon aus, dass "auf unsere Mieter im nächsten Jahr eine Zahlung von ein bis zwei Monatsmieten zusätzlich zukommt." Zwar werde LEG "Ratenzahlungen oder Ähnliches anbieten, aber das funktioniert nur auf Zeit". LEG Immobilien hat nach eigenen Angaben rund 166.000 Wohnungen in Deutschland und rund 500.000 Mieterinnen und Mieter.

mbn/ilo

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