Suchen Sie eine neue Position?

LEG-Aktie beendet ersten Handelstag auf dem Ausgabepreis

AKTUELLER KURS

SymbolKursVeränderung
GS-PB25,26-0,01
DWHHF26,050,00
TEG.DE9,99-0,20

Frankfurt/Main (dapd). Der Düsseldorfer Immobilienkonzern LEG ist seit Freitag börsennotiert. Zum Handelsstart lag die Aktie leicht über dem Ausgabepreis von 44 Euro, zwischenzeitlich notierte sie leicht darunter, erreichte aber bis zum Abend im Xetra-Handel den Ausgabepreis wieder. Die Angebotsspanne hatte bei 41 bis 47 Euro gelegen.

Es war der erste Börsengang in diesem Jahr und nach Angaben der Börse nach Telefónica Deutschland der größte der letzten fünf Jahre. Gehandelt wird die LEG-Aktie im Prime Standard der Frankfurter Börse.

Nach eigenen Angaben ergibt sich für LEG auf der Basis des Ausgabepreises eine Marktkapitalisierung von 2,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist damit der größte Immobilienwert an der Börse.

Platziert worden seien knapp 30,5 Millionen Aktien, teilte LEG mit. Dazu komme eine Mehrzuteilungsoption von fast vier Millionen Papieren. Damit würden rund 57,5 Prozent des Grundkapitals an neue Investoren abgegeben. Von den angebotenen Aktien seien 99,4 Prozent institutionellen Anlegern zugeteilt worden.

Die LEG ist nach eigenen Angaben mit 91.000 Mietwohnungen und 250.000 Mietern eines der führenden Immobilienunternehmen in Deutschland. Die Gruppe beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und macht im Geschäftsjahr 2011 etwa 500 Millionen Euro Umsatz.

Das Unternehmen war bislang zu 90 Prozent im Besitz des zu Goldman Sachs (NYSE: GS-PB - Nachrichten) gehörenden Immobilienfonds Whitehall. Der Fonds hatte 2008 gemeinsam mit dem Finanzinvestor Perry Capital die LEG vom Land Nordrhein-Westfalen gekauft. Damals wurde der Wert des Geschäfts auf 3,4 Milliarden Euro geschätzt und soll 2,6 Milliarden Euro an Schulden umfasst haben.

Börsennotierte Immobilienunternehmen wie Deutsche Wohnen (Other OTC: DWHHF - Nachrichten) , TAG Immobilien (Xetra: 830350 - Nachrichten) , GSW Immobilien (Xetra: GSW111 - Nachrichten) und Gagfah haben im vergangenen Jahr eine beeindruckende Kursentwicklung verzeichnet. Mit dem Bochumer Konzern Deutsche Annington gibt es bereits den nächsten Börsenkandidaten aus der Branche. Mit einem Gang auf das Parkett wird im zweiten Halbjahr gerechnet. Das Unternehmen gehört dem Finanzinvestor Terra Firma und verwaltet mehr als 210.000 Wohnungen, die zuvor der Bahn und dem Versorger E.on gehörten.

dapd