Deutsche Märkte öffnen in 3 Stunden 44 Minuten
  • Nikkei 225

    23.484,04
    -32,55 (-0,14%)
     
  • Dow Jones 30

    28.335,57
    -28,13 (-0,10%)
     
  • BTC-EUR

    11.067,49
    +14,48 (+0,13%)
     
  • CMC Crypto 200

    263,42
    +1,96 (+0,75%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.548,28
    +42,28 (+0,37%)
     
  • S&P 500

    3.465,39
    +11,90 (+0,34%)
     

Leerverkäufer Perring ist weiter short bei Grenke

·Lesedauer: 2 Min.

Der britische Spekulant und Leerverkäufer Fraser Perring wettet weiter gegen den Baden-Badener Leasingspezialisten Grenke.

 Foto: dpa
Foto: dpa

Der britische Spekulant und Leerverkäufer Fraser Perring wettet weiter gegen den Baden-Badener Leasingspezialisten Grenke. „Ich kann nur Geld verdienen, wenn ich meine Positionen schließe, aber bei Grenke ist das noch nicht der Fall“, sagte Perring gegenüber der WirtschaftsWoche auf die Frage, wie viel Geld er durch den Kursssturz bei Grenke verdient habe. Er habe „keinen Zweifel“ daran, dass der Kurs weiter falle, sagte Perring.

Perrings Analysehaus Viceroy Research hatte Mitte September einen Report über Grenke veröffentlicht, darin wurde dem MDax-Konzern unter anderem Bilanzbetrug vorgeworfen. Der Aktienkurs des Konzerns war daraufhin um bis zu 50 Prozent abgestürzt. Grenke hat die Vorwürfe zurückgewiesen und den Wirtschaftsprüfer KPMG beauftragt, ein Sondergutachten anzufertigen.

Perring sagte, er sei inzwischen von vielen Leuten angesprochen worden, die „noch mehr Informationen“ hätten. Grenke könnte deshalb eine langwierige Auseinandersetzung mit Perring drohen. Der Brite sagte, er sei auf Grenke aufmerksam geworden, weil ein Freund einen Rechtsstreit mit Grenke ausfechte. Er finde es „entlarvend“, dass Grenke jetzt darüber nachdenke, schon bei der Gründung in Franchise-Unternehmen einzusteigen, die der Konzern bisher immer später gekauft habe. „Warum hat der Grenke-Konzern das nicht schon viel eher in Betracht gezogen?“, fragte Perring. Bislang hielten die ersten Jahre Finanzinvestoren die Mehrheitsanteile an den Franchise-Unternehmen, darunter die Wiener CTP, an der seit diesem Jahr auch Grenke-Gründer Wolfgang Grenke beteiligt ist.

Zudem reagiert ein Grenke-Sprecher gegenüber der WirtschaftsWoche auf kürzlich veröffentlichte Informationen von Viceroy Research, wonach Grenke die E-Mail-Server der CTP spätestens ab 2018 gehostet habe. „Dass die IT-Infrastukturen möglicherweise nicht in allen Bereichen 100-prozentig korrekt getrennt sind, ist dem dynamischen Wachstum der Gruppe geschuldet“, sagte der Sprecher und ergänzte: „Wo noch nötig, wird diese Trennung aber erfolgen“.

Mehr zum Thema: Im Interview spricht Shortseller Fraser Perring über seine Attacken auf Grenke und Wirecard – und Gemeinsamkeiten zwischen Sozialarbeitern und Leerverkäufern.