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Lebensmittelbranche will ihr Ansehen aufpolieren

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Berlin (dapd). Ein neuer Verein soll der Lebensmittelbranche zu einem besseren Image verhelfen. Der im vergangenen Jahr gegründete Verein "Die Lebensmittelwirtschaft" vertrete sowohl Erzeuger, Hersteller und Handel als auch das Handwerk, sagte der Vorstandsvorsitzende des Vereins und von Nestlé Deutschland, Gerhard Berssenbrügge, am Dienstag in Berlin. Er solle ein Kommunikations- und Dialogforum mit dem Verbraucher sein. Verbraucherschützer begrüßten es, wenn die Branche mehr Transparenz über die moderne Lebensmittelproduktion bieten wolle. Dies alleine reiche jedoch nicht aus.

"Qualitätsversprechen einzelner Produkte sind für den Verbraucher schwer nachvollziehbar", räumte Berssenbrügge ein. Zudem habe eine zum Teil "skandalisierte Berichterstattung" zu Misstrauen geführt. Die Lebensmittelwirtschaft müsse sich zwar nicht dem Vorwurf der bewussten Täuschung stellen, sagte er. "Aber - das müssen wir einräumen - wir haben zuweilen Anlass zur Enttäuschung gegeben."

Dem solle entgegengewirkt werden: Der Verein stehe "für den informierten Verbraucher, der ohne Bevormundung zu einem eigenen Urteil findet", fügte Berssenbrügge hinzu.

Gefördert wird der Verein den Angaben zufolge von Unternehmen, Verbänden und Institutionen aus der Lebensmittelbranche. Dem geschäftsführenden Vorstand des Vereins gehören neben Berssenbrügge auch die Vorstandsvorsitzenden von Edeka und Südzucker (Xetra: 729700 - Nachrichten) , Markus Mosa und Wolfgang Heer, sowie der Präsident des Bundesverbands des deutschen Lebensmittelhandels, Friedhelm Dornseifer, an.

Auch die Unternehmen sollen sich verändern

Der Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, forderte: "Wir brauchen auch einen neuen Geist der Lebensmittelwirtschaft - eine wirkliche Bereitschaft, sich die Vorstellungen, das Verständnis und die Wünsche der Verbraucher anzuhören und zu akzeptieren." Das würde aus Sicht von Billen auch bedeuten, "sich in der Lebensmittelbuchkommission bereitzuerklären, die Arbeit an einem horizontalen Leitsatz noch einmal aufzunehmen und nicht zu blockieren."

Foodwatch-Sprecher Martin Rücker warnte, die Lebensmittelbranche solle nicht ihr Heil in einer veränderten Kommunikation über gleichbleibende Zustände suchen. Der Verein könne jedoch etwas erreichen, wenn er es schaffe, auch den Unternehmen der Branche klar zu machen, dass auch sie sich verändern müssten, indem sie beispielsweise andere Produktinformationen bereitstellten.

dapd

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