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Von Lebenshaltungskosten bis Gehalt: In diesen Städten haben Uni-Absolventen die besten Chancen

Die Altstadt in Nürnberg.
Die Altstadt in Nürnberg.

Seinen Uniabschluss zu machen ist zum einen Grund für große Freude. Zum anderen aber läutet es auch eine Phase der Unsicherheit ein. Schnell kommen Fragen auf wie: Was jetzt, und vor allem, wohin jetzt? Um bei der Antwort auf Letzteres Hilfestellung zu geben, hat "Savoo" eine Analyse durchgeführt, um die besten deutschen Städte für den Berufseinstieg von Absolventinnen und Absolventen zu ermitteln.

Dafür wurde das beste "Kosten-Job-Verhältnis im ganzen Land" gesucht, heißt es von "Savoo". In die Auswertung wurden 30 der größten Städte in Deutschland einbezogen. Für jede von ihnen wurde die Anzahl verfügbarer Einstiegsjobs sowie das durchschnittliche Monatseinkommen für Berufseinsteiger ermittelt, ebenso wie die Lebenshaltungskosten – dazu gehörten neben den durchschnittlichen Mietpreisen auch die Lebensmittelpreise, Kosten für öffentliche Verkehrsmittel sowie für Bier und Restaurantbesuche.

Die besten Städte für Absolventen

Wegen ihrer großen Zahl an Einstiegsjobs (953,5 pro 10.000 Studenten) wurde die Stadt Duisburg von "Savoo" mit dem ersten Platz auf der Liste gekrönt. Wer also unbedingt schnell einen Job will, ist hier richtig. Auch die Durchschnittsmiete ist mit 411,67 Euro fast die niedrigste aller ausgewerteten Städte. Dasselbe gilt allerdings auch für das Durchschnittseinkommen, wo Duisburg mit 2000 Euro einen der niedrigsten Werte deutschlandweit hat.

Auf Platz zwei befindet sich Chemnitz – besonders geeignet für diejenigen, denen möglichst niedrige Lebenshaltungskosten wichtig sind. Hier sind Mietpreise und die Kosten für ein Monatsticket, mit jeweils 361,76 Euro und 55,70 Euro, mit die niedrigsten, die auf der Liste zu finden sind. Bei dem durchschnittlichen Monatseinkommen von 2050,17 Euro stehen die Lebenskosten jedoch lediglich in einem gesunden Verhältnis zu dem Einkommensniveau. Einstiegsjobs sind hier mit 124 pro 10.000 Studenten deutlich weniger vorhanden als in Duisburg.

Nürnberg befindet sich auf Platz drei der Liste von "Savoo". Für Business Insider ist es jedoch der insgeheime Platz eins. Das liegt an dem sehr guten Verhältnis zwischen dem Durchschnittseinkommen – Nürnberg hat mit 2847,42 Euro das fünfthöchste – und den Miet- und Lebenskosten. Die Durchschnittsmiete liegt mit 642,79 Euro zwar deutlich über der Miete in Duisburg und Chemnitz, beträgt dabei aber nur 22,6 Prozent des Durchschnittseinkommens. Bei anderen Städten mit ähnlichem Einkommen ist dieser Wert weitaus höher. Außerdem gibt es gute Jobaussichten: mit 217,9 Einstiegsjobs pro 10.000 Studenten befindet sich Nürnberg in den Top 10.

Die schlechtesten Städte für Absolventen

Ein paar Städte eignen sich wohl weniger für frische Absolventen. Das Schlusslicht der "Savoo"-Liste bildet Köln. Die Begründung: hohe Kosten für öffentliche Verkehrsmittel und Lebensmittel, gepaart mit einer Durchschnittsmiete von 746,43 Euro. Das Einkommen, das beim Berufseinstieg im Durchschnitt bei 1898 Euro liegt, ist gleichzeitig zu niedrig, um diese Kosten großzügig zu decken. Außerdem sind die Jobaussichten mit 122 Jobs pro 10.000 Studenten nicht unbedingt vielversprechend.

Auch die Hauptstadt Berlin scheint nicht der beste Ort für Absolventen zu sein. Für "Savoo" ist sie zwar nicht ganz unten auf der Liste, jedoch landet sie auf Platz vier der schlechtesten Städte. Ähnlich wie in Köln sind die Kosten mit Durchschnittsmieten von 811,10 Euro höher, als das mittlere Einkommen von 2865,20 Euro kompensieren kann. Und auch die Jobangebote überzeugen mit 111,8 pro 10.000 Studenten nicht unbedingt.

Fazit

Die Analyse bietet einen guten Anhaltspunkt, um verschiedene Städte miteinander vergleichen zu können. Nicht berücksichtigt hat "Savoo" allerdings Faktoren wie das kulturelle Angebot und Freizeit-Möglichkeiten, die für Absolventen ebenfalls interessant sein könnten. Auch können gerade kleinere Städte zwar ein gutes Durchschnittseinkommen anbieten – doch die Vielfalt an Arbeitsmöglichkeiten können dort begrenzter sein.

So sind Frankfurt und Berlin zwar am unteren Ende der Liste, bieten jedoch Jobangebote in sehr vielen Branchen, und oft in weitaus größeren und renommierteren Firmen, als es einige kleine Städte tun können. Kleinere Städte bieten dafür oft nur geringe Konkurrenz bei der Jobsuche und niedrige Kosten für die Lebenshaltung, in einigen Fällen auch, ohne dass das Einkommen zu sehr darunter leidet. Wer sich für eine Stadt entscheidet, sollte das mit berücksichtigen – und vor allem, inwiefern eine Stadt zu den eigenen Zielen, Ressourcen und Prioritäten passt.

mwolf

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