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Le Pen: Will Europäische Union gründlich ändern, nicht austreten

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PARIS (dpa-AFX) - Die rechte französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat Vorwürfen widersprochen, die Europäische Union verlassen zu wollen. "Ich möchte in der Europäischen Union bleiben", sagte die 53-Jährige am Mittwochabend bei der einzigen TV-Debatte mit ihrem liberalen Kontrahenten Emmanuel Macron vor der Endrunde der Präsidentschaftswahl am Sonntag. Über die EU sagte sie: "Ich möchte sie gründlich verändern." Le Pen geht es dabei darum, ein sogenanntes Europa der Nationen zu schaffen, in dem Brüssel deutlich in den Hintergrund treten soll. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, dass französisches Recht Vorrecht vor EU-Recht haben soll.

Amtsinhaber Macron sagte hingegen: "Ich glaube an Europa und ich glaube an das französisch-deutsche Paar." Die deutsch-französische Zusammenarbeit habe es ermöglicht, Abkommen zu erreichen. "Um Europa voranzubringen, braucht es ein französisch-deutsches Paar." Obwohl beide Kandidaten auch nach der Kooperation mit Berlin in der EU gefragt wurden, äußerte sich Le Pen kaum dazu. Sie sagte lediglich, dass Deutschland seine Interessen durchsetze.

Macron warf Le Pen vor, wie bei ihrer Präsidentschaftskandidatur 2017 aus der EU austreten zu wollen. "Sie wollen immer noch aussteigen, denn sie haben das Programm nicht sehr geändert, aber sie sagen es nicht." Le Pen konterte, würde sie aussteigen wollen, würde sie es sagen. Uneinig waren sich die beiden Kontrahenten auch beim Thema Unabhängigkeit. "Unsere Souveränität ist national und europäisch", sagte Macron. Le Pen erwiderte: "Es gibt keine europäische Souveränität, weil es kein europäisches Volk gibt."

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