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Le Pen fordert Kopftuchverbot - Macron fürchtet Bürgerkrieg

·Lesedauer: 1 Min.

PARIS (dpa-AFX) - Im TV-Duell vor der französischen Präsidentschaftswahl hat Staatschef Emmanuel Macron die Forderung seiner Kontrahentin Marine Le Pen nach einem Kopftuchverbot im öffentlichen Raum zurückgewiesen. "Die Trennung von Staat und Kirche bedeutet nicht, eine Religion zu bekämpfen", sagte Macron am Mittwochabend. "Die Frage des Kopftuchs ist die Frage der Religion, eines äußeren Zeichens." Wolle man das Kopftuch verbieten, müsse man auch die Kippa und andere religiöse Zeichen verbieten. Dafür biete die Verfassung keine Grundlage.

Lediglich in Schulen und in der öffentlichen Verwaltung sei aus Gründen der Neutralität das Kopftuch tabu, sagte Macron. "In den Wohnvierteln werden Sie einen Bürgerkrieg auslösen, wenn Sie das tun", sagte der Präsident. "Frankreich, das Land der Aufklärung, wäre das erste Land auf der Welt, das religiöse Zeichen auf der Straße verbietet." Le Pen hatte ein Kopftuchverbot zuvor als Maßnahme gegen den Islamismus bezeichnet. "Ich bin für das Verbot des Kopftuchs im öffentlichen Raum", sagte sie.

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