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LBBW kürzt 700 Jobs bei Strategieanpassung - folgt BayernLB

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- LBBW will über eine Strategieanpassung ihre Kosten drücken und Stellen streichen. Zuletzt musste sie hohe Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle bilden. Vor gut einem Jahr hatte sich bereits die BayernLB einen neuen Kurs verpasst, in dessen Rahmen ebenfalls Jobs wegfallen.

Bei der LBBW geht es um etwa 700 Stellen sowie Einsparungen von rund 100 Millionen Euro bis Ende 2024 gegenüber 2019, wie ein Sprecher der Bank gegenüber Bloomberg erklärte. Er bestätigte damit Äußerungen von Vorstandschef Rainer Neske in einem Interview mit der Börsen-Zeitung. Wo im Konzern genau gespart werde, stünde noch nicht fest. Für das abgelaufene Jahr erwartet die LBBW nach Aussage des Sprechers einen Gewinn im deutlichen dreistelligen Millionenbereich.

Viele deutsche Geldhäuser, darunter auch die Landesbanken als Spitzeninstitute der Sparkassen, hatten im vergangenen Jahr ihre Risikovorsorge angesichts drohender Kreditausfälle durch die Coronakrise deutlich angehoben.

Im ersten Halbjahr 2020 hatte die LBBW dabei mit 281 Millionen Euro eine so hohe Risikovorsorge gebildet wie keine andere große Landesbank. Belastend wirkte nicht nur die Pandemie, sondern auch ein hoher Kreditausfall im Zusammenhang mit der Pleite der Wirecard AG. Zahlen zum dritten Quartal wurden nur von einigen Landesbanken vorgelegt.

Die BayernLB hatte Ende 2019 erklärt, das Kapitalmarktgeschäft deutlich zurückfahren und in Zukunft verstärkt auf die Direktbank-Tochter DKB und das gewerbliche Immobiliengeschäft setzen zu wollen. Unterm Strich sollten rund 800 Stellen wegfallen.

Mit ihren Stellenstreichungen sind LBBW und BayernLB nicht allein. Weltweit hatten Banken 2020 die meisten Job-Kürzungen seit 2015 angekündigt, zeigte eine Bloomberg-Analyse im Dezember. In vielen Fällen übt die Pandemie weiteren Druck auf die Geschäftsmodelle aus, die sich angesichts der Digitalisierung ohnehin schon im Umbruch befinden.

(Ergänzt um weltweite Stellenstreichungen im letzten Absatz)

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