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Laut einer Stellenausschreibung will Microsoft, seine KI-Rechenzentren mit Atomenergie betreiben

Der Microsoft CEO Satya Nadella spricht bei der Vorstellung des KI-Suchtools von Bing.  - Copyright: JASON REDMOND/AFP via Getty Images
Der Microsoft CEO Satya Nadella spricht bei der Vorstellung des KI-Suchtools von Bing. - Copyright: JASON REDMOND/AFP via Getty Images

Microsoft prüft Pläne zur Nutzung von Kernenergie für den Betrieb seiner KI-Rechenzentren. Das Unternehmen hat mit den enormen Energiemengen zu kämpfen, die für den Betrieb von Modellen wie ChatGPT benötigt werden.

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Stellenausschreibung stellt das Unternehmen einen "Principal Program Manager for Nuclear Technology" ein, der prüfen soll, wie Kernenergie für den Betrieb von KI-Rechenzentren genutzt werden kann.

Wie DCD, eine Website für Rechenzentren, berichtet, wird sich der Tech-Gigant auf den Einsatz von Mikroreaktoren und "Small Modular Reactors" konzentrieren. Sie sind weitaus billiger zu bauen und zu betreiben als größere Kernreaktoren und sollen die Rechenzentren für die Microsoft Cloud und die KI versorgen.

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KI-Modelle benötigen eine enorme Menge an Rechenleistung. Analysen haben ergeben, dass der Betrieb von ChatGPT aufgrund der enormen Serverkosten bis zu 700.000 US-Dollar (rund 662.000 Euro) pro Tag kosten könnte. Die Stellenausschreibung deutet darauf hin, dass Microsoft in der Kernenergie den Weg zur Deckung des steigenden Energiebedarfs sieht.

Microsoft und künstliche Intelligenz

Der Tech-Riese hat Berichten zufolge einen 10-Milliarden-Dollar-Deal (rund 9,5 Milliarden Euro) mit OpenAI, den Machern von ChatGPT, abgeschlossen. In dessen Rahmen soll Microsoft dem KI-Startup die Cloud-Dienste zur Verfügung stellen, die den Betrieb der Startup-Modelle ermöglichen.

Das Unternehmen hat die Technologie von OpenAI auch in seine Suchmaschine Bing integriert und Anfang des Jahres ein KI-basiertes Suchtool eingeführt.

Die Besorgnis über die Auswirkungen des massiven Energieverbrauchs generativer KI auf die Umwelt wächst. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass beim Training von GPT-3 mehr als 550 Tonnen Kohlendioxid erzeugt und 3,5 Millionen Liter Wasser verbraucht wurden.

Microsoft hat kürzlich zugesichert, die Anstrengungen zur Versorgung von Rechenzentren mit erneuerbaren Energien und die Reduzierung von Emissionen zu beschleunigen. Das Unternehmen plant bis 2030 CO₂-negativ, "water positive" und abfallfrei zu sein.

Eine Bitte von Business Insider um eine Stellungnahme lehnte Microsoft ab.

Dieser Artikel wurde von Jonas Metzner aus dem Englischen übersetzt. Den Originalartikel könnt ihr hier lesen.

Microsoft- CEO Satya Nadella gibt Berichten zufolge seinen Angestellten in den USA unbegrenzt frei.
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